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Hooroo, Jacko!

Hooroo, Jacko!

Jackson Irvine verlässt den FC St. Pauli.Was die Spatzen von den Dächern des Millerntor pfiffen ist seit Mittwoch morgen offiziell: Jackson Irvine zieht es nach Japan.Ich bin traurig.Traurig, weil es wohl kaum einen Spieler gab, vor allem einen internationalen, der uns Fans, dem Verein außerhalb der Profifußballerblase so nahe gekommen ist, wie Jackson. Im Viertel wohnend, ist er nach und zwischen den Spielen im Jolly Roger oder im Treppenhaus unseres Co-Hosts anzutreffen gewesen. Er hat Haltung gezeigt, nicht nur bei der australischen Nationalmannschaft, auch im Trikot des FC St. Pauli.Ich bin traurig, weil ich ihn nicht verabschieden kann am kommenden Sonntag.Ich bin traurig, weil seine internationale Sicht auf uns und auf Dinge, uns aus unserer provinziellen Muffigkeit rausholte.Und ich bin wütend.Ich bin immer noch wütend darüber, wie der Verein und allen voran der Aufsichtsrat den Skandal um René Born öffentlich gemanagt hat - nämlich gar nicht.Ich bin wütend über den Hass, der bei aller berechtigten Kritik, über Jackson Irvine und seine Frau herein brach. Diese Fanszene kann schon fies sein.Ich bin dankbar.Ich bin dankbar für die monsterhafte Mentalität, die auch der Verein spät würdigt bei seinem Abschiedsposting.Ich bin dankbar dafür, dass Jackson an den Klassenerhalt first und an seine eigene Gesundheit second gedacht hat. Trotz Born, Blessin und Beschwerden im gebrochenen Fuß.Ich bin besorgtIch bin besorgt darüber, dass jungen Profis, die uns kennen- und vielleicht lieben lernen, das Kapitel Jackson und unser Umgang mit ihm ein Beispiel sein wird. Ein negatives.Ich bin besorgt über den provinziellen Filz im Verein, der auch knackige Auseinandersetzungen nicht möglich macht. Ich bin besorgt über den Impact auf unsere internationale Fanschaft.Ich hoffe …Ich hoffe trotzdem, dass wir daraus lernen.Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft Spieler an uns heranlassen, über ihre Funktion als Posterboys fürs Marketing hinaus.Ich hoffe, dass Jackson ein wundervolles Karrierefinale in Japan genießt (ist ja gerade der hotte S**t, Japan) und dort glücklich wird. Als Vater, Fußballer und cooler Dude, der good trouble nicht aus dem Weg geht.PS was noch fehlt, danke Christian Bettges für den Hinweis:“Jackson war der erste mir bekannte Spieler seit Ralph Gunesch, der sich aus vertrauten Bubbles hinaus aus in queere Kontexte hinein bewegt hat:https://startschussmasters.de/general/jackson-irvine-sieht-fortschritte-bei-lgbt-themen/Ganz ohne “Ally”-T-Shirt. Das ist tatsächlich Ally-Verhalten statt Aufdruck auf Textilien. Fehlt noch in Deinem Text.”Screenshot FCSP.com, Annotationen dieser Podcast Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Wacken nur mit Fußball

Wacken nur mit Fußball

St. Pauli bei Altona 93 – Fußball, wie er sein sollAltona, 17:00 Uhr.Eine Perlenschnur von Gewitterhuschen zieht über die Elbe. Es regnet junge Hunde.1000 Dank an unsere Biersponsoren bei Ko-Fi - spendier du doch auch!Eigentlich kein Wetter zum Rausgehen, und trotzdem ist die AJK in Altona proppevoll. Hastig übergestülpte Regencapes, viel Northface (wir sind beim Fußball und in einer inzwischen wohlhabenden Gegend). Ich entscheide mich, mich zu ergeben und lasse mich in kürzester Zeit bis auf die Haut naßregnen. Denn ich weiß: das hier wird ein besonderes Spiel – das hier ist Fußball, wie er sein soll.„So ein Wetter hätte ich mir letzte Woche gewünscht, aber doch nicht heute“, war ein oft gehörter Satz.Es ist der Kontrast, der einen mit der Magie des Fußballs auflädt. Der Kontrast zur Trump-Infantino Farce in den USA, wo in überdachten und klimatisierten Stadien das große Entertainment abgefeiert wird. Wo ein Ausscheiden Millionen an eigenem Marktwert kostet, der Druck, dem Anspruch von BILD Lesern zu genügen, junge Menschen bis zur Karikatur deformiert.Ja, vermutllich träumen davon auch die Kicker von Altona 93, wenn sie sich mit St. Paulis 10-Millionen-Mann Fujita messen. Aber heute sind sie hier, in Altona, an der AJK, dem altehrwürdigen und todgeweihten Stadion an der Griegstraße. Längst an Immobilienhaie verkauft, springt der sanierungsbedürftige Ground dem sicheren Tod immer wieder von der Schippe. Überall Flickwerk und Holzkonstruktionen. Wundervoll morbide. Keinem Shareholdervalue gehorchend.St. Pauli POP lebt von dir und deinem Feedback. Abonniere uns kostenlos und lasse uns bei Gefallen ein Bier für die Stimme da …Wacken mit FußballEs wehte ein Schauer von Festival durch die AJK, das Waten durch Bier und stellenweise Urin getränkten Matsch, die Musik, die laut und kraftvoll über das Gelände wehte — all der Regen und die lächelnden Gesichter hinter den rosa Capes.Übrigens, nur heute gibts die Shirts und den Merch für unseren Podcast bei Spreadshirt 25% günstiger - check it out now ...Wir stehen auf Hügeln und hundertdreizehn Jahre alten, sehr schiefen Treppen, trinken Bier – echtes, gutes, und wirklich lokales Bier – Ratsherrn aus der Schanze. Keine Konzernplörre, die so tut als wäre sie immer noch aus St. Pauli.Die ersten vier Tore schießt Altona. Die ersten beiden davon ins eigene Tor. Klar, der FC St. Pauli ist überlegen, aber einen Dreiklassenunterschied kann ich nicht ausmachen.Der Regen lässt ein wenig nach. Die ersten Stände mit Bier sind ausgetrunken. Irgendwie jubeln alle bei allen Toren. Ich vermute, die Schnittmenge pro FCSP und AFC liegt bei guten 93%.Die Becherspende geht heute an die 2. B-Mädchen des AFC. Ich treffe lauter Nachbarn, auch Eltern meiner Spielerinnen, als ich selbst noch Co-Trainer bei Altona 93 war. Und die eine Hälfte des FCSP-BVB Podcasts „@fussballliebe“.Am Ende siegt der FC St. Pauli deutlich und standesgemäß mit 2:6. Die sportliche Einordnung überlasse ich anderen. Vielleicht dies: Willi findet, dass unsere Nr. 4, David Nemeth, das mit dem Abwehrchef schon ganz gut hinbekommt. Und dass Fujita herausragt und ab und an durch vier Gegenspieler wie durch Slalomstangen durchdüst, war auch schön anzusehen – vielleicht ja das letzte Mal in unserem Trikot? Der große Traum mit dem hohen Preis wird für ihn wohl in Erfüllung gehen.Vielleicht konnte er sich ja auch ein wenig aufladen, mit der Magie des Fußballs, wie er sein soll. So wie ich und 5.000 andere Nachbarinnen.PS Pyro gabs auch noch. Und in der 1. HZ auch einen Hydration Break 😉Danke fürs Lesen und Hören. Bei Gefallen, schicke diesen Beitrag Freund*innen weiter. Dazke! Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli Abstieg: Wir, die die bleiben

FC St. Pauli Abstieg: Wir, die die bleiben

Als St. Pauli Fan bleibt man, wenn andere weiterziehen. Ein Essay über diesen masochistischen Kreislauf als Fußballfan.Jeder August riecht nach frisch erholtem Rasen, nach vertrautem (mal wieder teurer gewordenen) Billigbier; der letzte Rest der verratenen Träume schliert noch auf dem Beton der Stufen. Ich stehe wieder auf der Nordkurve des Millerntors, zusammen mit Willi, Markus und all den anderen, die ich nur aus dem Stadion kenne. Das Astra wärmt sich in meiner Hand auf, und ich schwöre mir feierlich: „Dieses Mal nicht. Dieses Mal binde ich mein Herz nicht an einen Typen, der ohnehin in zwei Jahren weg ist.“Aber dann kommt da so ein neuer Joel, läuft, als hätte er drei Lungen, grätscht an der Außenlinie, zirkelt den Ball in den Lauf unseres neuen 25-Tore-Stürmers (die er nie und nimmer schießen wird) – und ich, ich verdammter Idiot, fange wieder an zu lieben. Es ist eine chronische Malaise, dieses Fan-Sein. Ein immer wiederkehrender Kreislauf aus Kennenlernen, Liebgewinnen und am Ende – unvermeidlich – traurig sein (manchmal auch stinkwütend), wenn ein weiterer Spind im Bauch der Süd ausgeräumt wird.In diesem Sommer ist es beinahe noch schlimmer als sonst. In diesem Sommer wird nicht ein Spind ausgeräumt, sondern eine halbe Kabine. Eine Ära geht zuende.Vom Aufstieg, vom Klassenerhalt bis zum verdient unnötigen Abstieg. Ein Drama in drei Akten, das sich alle drei bis vier Jahre oder so wiederholt. (Ok, die Umlaufbahn eines Aufstiegs ist bei St. Pauli länger, eliptischer als anderswo, aber ihr ahnt?)Am 16. Mai 2026 habe ich auf genau diesen Stufen gestanden, als der FC St. Pauli die Partie gegen den VfL Wolfsburg nicht gewann und damit nach zwei Jahren wieder abstieg. Zurück in Liga zwei. Ich habe gesehen, wie Jackson Irvine, unser Kapitän, weinend in die Kurve ging, und ich habe selbst feucht-krustige Krumen in den Augen gespürt. „You’ll never walk alone“, und dann gehen sie eben doch, einer nach dem anderen. Ein Abstieg ist kein Abschied. Ein Abstieg ist ein Dutzend Abschiede auf einmal.Warum tue ich mir das eigentlich an?Der Profifußballer ist letztlich ein Nomade im Trikot. Für mich ist das Vereinswappen nichts zum Küssen, für viele Spieler schon; ist es oft nur der temporäre Briefkopf des aktuellen Arbeitgebers. Ich atme den Kiez, blinzle trotzig in den Hamburger Regen, ertrage den ranzigen Geruch ekeliger Gäste – sie folgen währenddessen einem Karriereplan.Wir sehen sie nicht oft am Milllerntor, die absolute Krönung der fußballerischen Heuchelei: die Wappenküsser. Oh, diese verfluchten Wappenküsser! Sie schießen ein Derbysieg-Tor, rutschen auf den Knien zur Eckfahne, treten sie theatralisch um, wenn sie eine Raute ziert, zerren unser Logo an die Lippen und spielen mir vor, sie hätten in St.-Pauli-Bettwäsche geschlafen, seit sie aufrecht gehen können, als hätten sie verstanden, was das heißt, St. Paulianer zu sein. Und in diesem ekstatischen Moment glaube ich ihnen. Ich will ihnen glauben!Sukuta Pasu, auch eines der Talente, denen ich mein kleines Fanherz hinterher geworfen habe, hat jüngst in einem sehr ehrlichen Interview sinngemäß gesagt: 90% aller Emotionen der Spieler sei fake; kalkuliertes Spielen mit unseren Gefühlen und Erwartungen. Warum ich gerade an Hauke Wahl denken muss?Hej, das ist meine selbst gewählte Tragödie. Ich bin wie ein naiver Liebhaber, der den süßen Lügen in einer durchtanzten und warmen Nacht auf St. Pauli Glauben schenkt, weil deine hübsche Brust gerade so schön wärmt. Der Fußball, diese große, zynische Maschinerie, die mich jede Saison aufs Neue verführt und mich dann mit einem Händedruck des Sportdirektors und den Worten „Ich suche eine neue Herausforderung“ auf die Straße setzt.Und doch wäre es zu billig, nur den Spielern den Schwarzen Peter zuzuschieben. Ein Abstieg legt die Mechanik gnadenlos offen: Es ist nicht immer der Spieler, der geht. Manchmal ist es die Tabelle, die ihn vertreibt. Ein Fujita, der mit zehn Millionen Euro Marktwert in der Bilanz steht, ist für einen Zweitligisten kein Mensch mehr, sondern ein Posten. Wer absteigt, muss verkaufen, um zu überleben. Die Liebe der Kurve und die Kassenlage des Vereins stehen plötzlich auf verschiedenen Seiten. Und ich, der ich den Spieler halten will, weiß insgeheim: Genau dieser Verkauf finanziert vielleicht die drei Neuen, die ich im Januar wieder lieben werde.Bleiben und Gehen – zwei Sprachen, die einander nicht verstehenDie Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Profi sucht den nächsten Vertrag. Er jagt die Bundesliga oder noch forscher die Premier League, das Handgeld, die Villa mit Pool auf Mallorca, das Appartment in Dubai im schlimmsten Fall oder die letzten dicken Dollar der Karriere in St. Louis. Ich kann es ihnen kaum verdenken – ihre Knochen haben ein Verfallsdatum. Für sie ist Nostalgie ein Luxus, den sie sich nicht leisten können. Ein Saad, den zwei Jahre lang Bänder und Muskeln verraten haben und der dann doch in die Bundesliga nach Augsburg geht; ein Treu, der dorthin zurückkehrt, wo er herkam – sie tun nichts Verwerfliches. Sie tun nur das, was ihr Beruf von ihnen verlangt: weitergehen, bevor der Schiri die Karriere abpfeift.Widersinnig suche ich Beständigkeit in einer Welt, die sich rasend schnell dreht. Ein ewiger Romantiker, der versehentlich in einem knallharten, absurden Millionenbusiness gelandet ist. Wenn ein Burgstaller seinen Koffer packt, wenn ein Kyereh oder Hartel die Segel streicht, wenn ein Vasilj nach fünf Jahren unter Tränen Tschüss sagt, dann reißen sie ein Loch in mein Wochenendritual. Es fühlt sich an wie ein kleiner Verrat, selbst wenn es keiner ist.Aber es gibt sie eben doch, die andere Seite der Medaille. Es gibt die, die bleiben, obwohl sie gehen könnten. Jackson Irvine, der Kapitän, hat es nach dem Abstieg in zwei Sätze gepackt: „Ich werde hier sein. Das ist meine Heimat.“ Er wohnt nicht weit vom Stadion, seine Frau ist im Viertel verwurzelt, und er hätte allen Grund, sich in der zweiten Liga nicht weiter aufzuhalten. Er bleibt trotzdem. Und genau das macht ihn für mich wertvoller als jedes Zehn-Millionen-Angebot, das für einen anderen hereinflattert. Loyalität ist im Profifußball kein Naturgesetz, sondern eine Entscheidung – und sie ist umso schöner, je seltener sie vorkommt.(Dass ein Profi, der sich auf uns einlässt, zu Recht für sich reklamieren kann, ein Teil von St. Pauli zu sein, uns dann aber anders enttäuscht, soll hier nur am Rande erwähnt sein – vgl. meine Artikel zu Jackson Irvine)Vielleicht ist das die ehrlichste Lektion, die mir der Fußball beibringt: Dass Bleiben und Gehen keine moralischen Kategorien sind, sondern nur zwei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage – was ist mir dieser Ort wert? Der Spieler beantwortet sie mit seiner Karriere, ich beantworte sie mit meinem Bleiben (auch wenn das in diesem Verein wahrlich nicht immer ein Vergnügen ist – und da können die Spieler nix dafür). Wir kommen einfach zu verschiedenen Ergebnissen, weil wir verschiedene Ideen über den Fußball in unseren Körpern tragen (die sich auch fulminant unterscheiden, btw ;).Wir sind das Gebäude, sie sind die MieterIch bin derjenige, der bleibt. Der Verein ist das Gebäude, die Spieler sind Feriengäste. Vasiljs Abschiedsworte – „Es waren fünf wunderschöne Jahre, an die ich mich immer erinnern werde“ – sind echt, und trotzdem zieht er aus. Das ist keine Heuchelei mehr, das ist einfach die Wahrheit zweier Menschen, die sich für eine Weile dieselbe Adresse geteilt haben. Die Mieter wechseln, das Haus auf der kleinen Insel steht unbeirrt im Westwind, der erbarmungslos in unsere zugige Ecke weht.Liebe und Fantum kann auch übel riechen. Dann, wenn Kontroll- und Besitzansprüche dazu kommen. „Ich bezahle Dich, also performe“ ist der gängigste. Das Schimpfen auf Millionarios, die nur ihren Egointerssen dienen, das Symptom.Davor sind in Zeiten, da Präsidium und AR aus Fans bestehen, auch Aufsichtsräte nicht gefeit.Einziger Ausweg: bewusste RomantikRomantiker unterscheiden sich vom Zyniker dadurch, daß der Romantik die Enttäuschung innewohnt; der erfahrene Romantiker weiß das und kann diese ambivalente Spannung sogar genießen.Und so stehe ich am nächsten ersten Spieltag wieder da, diesmal in Liga zwei, mit demselben Schal (der schon soviel gesehen hat), demselben aufgedrehten Humor, der Dew neben mir mal gefällt, mal nicht.Ein halbes Dutzend Gesichter weniger, ein halbes Dutzend neuer, die ich noch nicht kenne. Bereit, das Herz erneut auf den Rasen zu werfen, damit der nächste hoffnungsvolle Neuzugang mit seinen Stollen darauf herumtrampeln kann.Es sind Symptome von Wahnsinn. Ich weiß, es ist völlig irrational. Und doch das Schönste auf der Welt.O. hat in unserem Podcast ohne Aufnahme gemeint, wir sollten unsere Spieler nicht zu Posterboys hochjazzen, das sehe ich inzwischen anders. Lasst sie uns lieben, ein wenig doof anhimmeln und aus ihnen Posterboys für unseren inneren Spind machen. Wohl wissend, dass die Enttäuschung am Ende der Reise wartet, wie eine alte Bekannte, die einen nachts am Flughafen abholt.St. Pauli POP is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber.Bringen wir ihnen bei, was es heißt St. Paulianer zu sein – immer wieder aufs Neue. Und wer weiß, vielleicht bleibt ja etwas backen, nehmen sie wirklich einen Teil von uns mit zu ihren neuen Boxenstopps im kapitalistischen Turborace. So wie Gyökeres, heute Superstar, oder einst Ralle Gunesch. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Jackson Irvine forever?

Jackson Irvine forever?

Jackson Irvine ist vieles gleichzeitig: Posterboy des FC St. Pauli, Reizfigur, Leader und Kapitän, Absteiger, Verletzt und WM-Fahrer. Er wäre gerne Modeikone, seine Frau wäre wohl gerne poshy Modezarin. Beide leben im Viertel und verkörpern das moderne St. Pauli so intensiv, dass es manchmal weh tut.Und es kann passieren, daß Jackson Irvine einfach bleibt. Für immer. Das sagte mir zumindest Alfetta in einem unserer Podcasttelefonate ohne Aufnahme.Anlass war der rüde Angang von Sportchef Bornemann auf die Aussage von Jackson Irvine, dass sich alle Führungsfiguren im FC St. Pauli doch bitte nach diesem Abstueg hinterfragen sollen — und dass er anstreben, seinen Vertrag hier zu erfüllen.„Es sind auf allen Ebenen Fehler passiert, diese müssen aufgearbeitet werden. Wir haben zwei Jahre etwas aufgebaut, im dritten Jahr haben wir es eingerissen.„Getroffene Hunde beißen, meint Alfetta, und fügt hinzu: Für Bornemann und Oke ist Jackson Irvine eine Bedrohung. Wer weiß, vielleicht wird er ja bald Aufsichtsratsmitglied oder sogar Okes Nachfolger? Genosse ist er ja schon.Jackson Irvine triggert das FCSP Establishment. Und zwar auf vielen Feldern.Sportlich untadelig: da hat man einen Trainer, der öffentlich die Mannschaft disst, währenddessen Irvine mit einem kaputten Fuß aufläuft, um die Mannschaft (die offenkundig keine ist) zu stabilisieren. Auf Kosten der eigenen Gesundheit, ja mit dem hohen Risiko, seinen Traum von der WM deswegen platzen zu sehen. Soviel Engagement kann auch anecken.Im Viertel verwurzelt: Irvine lebt im Viertel und hat wohl auch vor, hier auf St. Pauli zu bleiben. Seit Fabian Boll habe ich keinen Profi in braunweiss öfter auf der Straße oder auf Vernissagen getroffen als ihn.Politisch unbequem: am meisten hat sich unsere aktive Fanschaft und das aus ihr bestehende Establishment im Aufsichtsrat an Jacksons Haltung zu Palästina gerieben – ich auch. Hinter dem Konflikt steht aber auch eine ambivalente Haltung kritischen internationalen Stimmen gegenüber. Kurz: Wer die Deutungshoheit der etablierten FCSP-Szene infrage stellt, kriegt eins aufs Maul.Jackson Irvine probt derweil, wie es es sich in einem Aufsichtsrat anfühlt – erst einmal bei Lemonaid und nicht in unserem – aber, was nicht ist, kann ja noch werden … Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli: Ein Endspiel de Poitrine

FC St. Pauli: Ein Endspiel de Poitrine

Manche Podcasts muss man vom Ende her erzählen - so wie wir diese Saison in Zukunft auch vom Endspiel aus erzählen werden - egal, ob die jüngere Generation ihren Stuttgarter Kickers Moment bekommt, wir die “Konzernwölfchen” mitreissen in Liga 2 oder das Drama noch eine vordergründig erfolgreiche Wendung nimmt.Toby, frisch nominierter Podcastpreisfinalteilnehmer - auch n Endspiel -, und Erik sprechen über das kuriose Finale der Bundesliga Saison 2025/26. Und auch wieder nicht, denn wir mäandern lieber um das Thema herum (keine Angst, wir kommen noch zu Beef des FCSP), sprechen über Klaas (von Joko und Klaas und das Bandphänomen des Jahres, Angine de Poitrine.St. Pauli POP is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber.Was das mit dem FC St. Pauli zu tun hat und warum das kein Punk ist, den wir uns fürs Stadion wünschen, hört ihr hier.* Außerdem:- Ja, wir sprechen auch über Bornemanns versalzenen Kader* Ja, auch über Alex Blessin* Und die Parallelen zur Abstiegssaison 2010/2011 DERBYSIEG und den fehlenden Fluch, der am Ende …* oh Wunder fehlender Teamgeist statt hsv-initiiert war* Und eben über Musik …Ach, und das hier wünschen wir uns im Stadion: Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Jackson Irvine auf Kloppos Spuren - FCSP Spielertrainer jetzt!

Jackson Irvine auf Kloppos Spuren - FCSP Spielertrainer jetzt!

Bonusfolge zu meinem Podcast: FC St. Pauli im AbstiegskampfBornemann drücke den Reset-Knopf. Blesssin hat fertig; wir brauchen für die beiden Vorbereitungsspiele fürs Endspiel gegen Wolfsburg einen Impuls an der Seitenlinie.Toby, unser Co-Host im POPcast, bringt Jackson Irvine ins Spiel - und das finde ich gut. Auf Kloppos Spuren beim Heimspiel ausgerechnet gegen Mainz 05! Das passt doch!Bornemann, erlöse Alex und die Boys und uns - machet!St. Pauli POP is a reader-supported publication. To receive new posts and support my work, consider becoming a free or paid subscriber. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli im Abstiegskampf: Rette sich wer kann ...

FC St. Pauli im Abstiegskampf: Rette sich wer kann ...

Jaja, die Hoffnung, und die Liebe. Beides geht zuletzt und im Falle des FC St. Pauli wird wohl auch beides bleiben - oder wiederkommen. Denn die Hoffnung schwindet, bei uns im Podcastteam, dass der FC St. Pauli den Klassenkampf gewinnen und die Relegation gewinnen könnte. Warum?, weil die Mannschaft, weil der ganze Verein den Kampf einfach nicht annehmen will.Chapters1:02 Der kleine Zwischenruf von der Ostsee2:38 St. Pauli im Abstiegskampf7:54 Die Probleme im Team10:15 Teambuilding ohne Trainer13:11 Der Verein und seine Prinzipien15:27 Die Hoffnung bleibt16:31 Ein Aufruf zum HandelnVieles erinnert an vergangene Abstiege, die Unfähigkeit, Tore zu schießen oder ein überlegen geführtes Spiel mit einem Sieg abzuschließen, wie einst gegen die Stuttgarter Kickers. Aber auch in der dahin nieselnde Abstieg 2011, als Stani das Team und den Verein für die eigene Karriere im Stich lies, kann man Muster erkennen, die sich dieses Jahr wiederholen.Ein paar Gründe, warum ich skeptisch bin, was die so genannte Crunchtime der Saison angeht:1. Das ist kein Team, sondern eine Gruppe Profis …Jackson Irvine und Hauke Wahl hatten sich nach dem verdienten Heimsieg der Heidenheimer Abstiegsverweigerer einiges zu sagen und das gestenreich; leider kann ich kein Lippenlesen - und doch ahne ich, worum es ging. “Unzusammenhängend” hätte man gespielt, sagte Irvine der Mopo in der Mixed Zone. Was sich wie “jeder für sich” liest, ist wohl auch so gemeint. Eine Gruppe von Einzel-Ich-AGs, die am Ende einer aufreibenden Saison mindestens unterbewußt schon an den Abflug denken?Jackson Irvine ist zwar in der Lage, seine Nebenleute besser zu machen, selbst wenn er selbst keine herausragende Leistung bringt - aber das ganze Team zusammenhalten, das kann er nicht allein. Vielleicht ging es darum im Gespräch mit Hauke Wahl, der in den letzten Spielen auch untypisch patzt. Über einen Elfmeter hätte er sich bspw. nicht beschweren können.2. Zu weit weg, zu spät, zu oft zu wenigSchüsse, die im gegnerischen Block hängen bleiben, Pässe ins Nirgendwo. Startende Außen ohne Zuspiel. Keine Lösung gegen schnelle Spieler, keine Schnelligkeit bei eigenen Aktionen. All das ist St. Paulis Alltag seit dem guten Beginn der Saison. Es gibt keinen Fortschritt im Team, keine Abläufe, die gelernt (trainiert!) aussehen - oder so seltene, dass sie gleich im Gedächtnis bleiben, wie das singuläre Steilschicken von Hotondji durch Sinani.Blessin kann es nicht3. Kein Teambuilder; Blessin mag ja einiges können, Teambuilding kann er nichtDie Farce um Dapo Afolayan kann man anders bewerten als ich, meinetwegen, allerdings zeigte sich dort schon, dass Alex Blessin niemand ist, der kritisches Verhalten von Spielern im Team klärt. Er hat Dapos vermeintliches Fehlverhalten an die Öffentlichkeit gezerrt, er hat diesen Spieler aus einer externen Haltung kritisiert, ohne dass Maßnahmen zur teaminternen Regelung sichtbar wurden. Das ist ein Muster, das Zombie-Coaches auszeichnet; immer sind andere Schuld, tun nicht das, was das Trainerteam verlangt. Zuletzt sprach Blessin davon, dass er der Mannschaft alles vorher briefte, sie - so verstehe ich das - zu doof waren, seinen Matchplan umzusetzen. Dass sich das mit dem Begriff “Jolly” - eigene Jollies, die kurzen, nicht die langen; die gegnerischen Jollies locken usw. - sogar ganz lustig anhört, überschminkt den Resonanzverlust, den wir zwischen Trainer und Mannschaft vorgeführt bekommen.Teambuilding geht nicht in der KriseEine beinahe nebensächliche Episode unterstreicht meinen Eindruck, dass wir in diesen Klassenkampf ohne funktionierendes Team gehen: Der Teamabend ohne Coach. Hauke Wahl erzählt im Hamburger Abendblatt, dass… es Teambuilding nicht permanent gibt, sondern nur als Ausnahme in der Krise - so löpt das aber nicht: “In meiner ersten Saison 2023/24 haben wir es mit Hinnerk (Podcast Gast Hinnerk Smolka) regelmäßig gemacht. In der Crunchtime der Saison haben wir es geschafft, dass er das Gespräch gar nicht mehr moderieren musste. ...Es ist wichtig, dass eine Mannschaft Dinge auch unter sich klärt, ohne dass noch zehn weitere Menschen dabei sind”.Oke, Bornemann und der ganze Verein schwimmt auf der “Wir machen das anders”-WelleWir sind der etwas andere Verein, der sich den angeblichen Gesetzmäßigkeiten des Profifußballs nicht unterwerfen will. Das finde ich ja gut, aber nur solange, wie dieser Anspruch nicht zum Stockholm Syndrom mutiert, zur leeren Hülse, die die Realität ausblendet und überfällige Handlungen nicht in Gang bringt.Der Millernton schreibt von einem “sportlichen Offenbarungseid” - und hat imho recht; nur die Konsequenz daraus, die bleibt aus. Normalerweise initiiert der Offenbarunsgeid den geordneten Versuch, in letzter Minute noch das Ruder unter der Leitung eines Insolvenzverwalters herum zu reißen - mit denselben Mitarbeitern - nur nicht mit dem bisherigen Management. Analog bedeutet das: für die verbleibenden drei plus zwei (da war sie wieder die Hoffnung) einen neuen Impuls setzen; Blessin entlassen (oder nach Wolfsburg verkaufen?) und eine:n Retter:in oder Perspektivtrainer:in für die 2. Liga benennen.Fakt ist - das sagen Spieler und Trainer selbst: jeder macht sein Ding, keiner spielt als Team und auf den Trainer hören sie schon lange nicht mehr - hallo?, wieviel Grund braucht ihr noch?… und dann ist da ja noch der VfL WolfsburgNach kicker-Informationen gräbt unser Endgegner dieser Saison - nachdem es bereits im Winter Gerüchte um Blessin gab - an Hauke Wahl herum. Es ist bezeichnend für den Zustand dieses Teams, dass ich mir das tatsächlich vorstellen kann. Rette sich, wer kann.Was ich voriges Jahr als kommunikativen Dirty Talk von hinter uns wahrgenommen hätte, passt leider diese Saison ins Schauerbild.Und nu?Ich werde St. Paulianer bleiben, auch wenn ich hier analysiere, schimpfe und mich wundere; wir werden absteigen oder vielleicht auch nicht. Trotz, mit Rotz und Ruhe werde ich am Sonntag mitbringen ans Millerntor, wenn wir in der zugigen Ecke doch noch ein Unentschieden feiern können, als wäre es ein Sieg - nur um das Leiden ein wenig zu verlängern … denn: an unserem, an eurem Support hat es sicher nicht gelegen. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli: "Wer 1:0 führt..."

FC St. Pauli: "Wer 1:0 führt..."

Was macht man am besten, um eine uninspirierte und vorhersagbare (gefühlte) Niederlage des FC St. Pauli zu verarbeiten? Man geht am Sonnabend zum Fußball, sich andere Hamburger Klubs beim Abstiegskampf anschauen.Einige von euch waren beim SV Werder und kamen mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Willi und ich schauten beim Altonaer FC von 1893 vorbei - und sahen nicht nur einen Heimsieg, sondern Abstiegskampf, wie er sein sollte, mit Herz und Kraft bis zur letzten Minute - auch die Musik und das Bier im Stadion waren so sehr viel besser, dass wir uns aufgeladen fühlen, wie es einst auch der FC St. Pauli konnte, bevor er Alex Blessins Brausefußball zum Opfer gefallen ist. ;)Chapters0:40 Willkommen bei St. Pauli Pop6:56 Über die 1-0-Falle9:09 Trainer und Taktikfragen13:10 Altona 93 im Fokus18:06 Live aus Altona21:42 Ein Punkt für St. Pauli24:54 Das Spiel gegen Köln31:37 VAR-Diskussion36:50 Nostalgie am Stadion1:03:15 Olympiabewerbung Hamburgs1:05:27 Schlussfolgerungen und AusblickSt. Pauli POP ist ein Hörer:innen finanziertes Angebot. Unterstütze uns mit einem Podcast Bier oder einem Galao in der Schanze - abonniere St. POPhttps://ko-fi.com/stpopWer 1:0 führt - ein Muster:Der FC St. Pauli punktet in 80% der Fälle, in denen er 1:0 in Führung geht - das ist die gute Nachricht. Allerdings gewinnt er nur, wenn er noch ein Tor nachlegt. Und auch dann beginnt im Schnitt ab Minute 64 das Zittern.„Natürlich kann man darüber reden, dass wir nach dem Führungstreffer nicht mehr die Ballzirkulation hatten und nicht mehr in die Räume gekommen sind, um den Ball zu halten und für Entlastung zu sorgen. Trotzdem glaube ich, dass der Matchplan über 90 Minuten gut war“ - Hauke Wahl mit Stockholm SyndromNeuerdings stellen die Boys in Brown das Vorwärtsverteidigen beim 1:0 Null ein, und reden es sich auch noch schön. Dabei zeigen die Spiele gegen Freiburg, Union und nun gegen Köln eindrucksvoll: die Boys können es nicht, ein 1:0 verteidigen.Die 60-Minuten-Marke: Das kritische Fenster ist die Zeit zwischen der 60. und 75. Minute. Hier fallen die meisten Gegentore nach eigener Führung. Wenn Blessin (Trainer) hier nicht durch Wechsel stabilisiert, wird es wackelig.Heimsiege nur nach 2:0 Führung: Gegen Augsburg, Heidenheim, Stuttgart, Werder Bremen und Wolfsburg hieß es am Ende jeweils 2:1.Das Muster: St. Pauli erzielt oft kurz vor der Pause das 1:0 (Saisonschnitt: 44. Minute). Die emotionale Wucht des Stadions trägt sie oft zum 2:0, bevor in der Schlussphase das „große Zittern“ beginnt.Die Anfälligkeit: Trotz der Heimsiege kassiert St. Pauli fast immer ein Gegentor (Schnitt: 64. Minute). Ein „Zu Null“ nach 1:0-Führung ist am Millerntor seltener als ein Fischbrötchen ohne Zwiebeln.Ich steige mit euch klaglos ab, wenn ihr das Herz auf dem Platz lasst und nicht in der Hose!Fazit: St. Pauli kann es nicht; ein 1:0 über die Zeit bringen. Mal hat der Gegner was dagegen, meist aber befällt die Boys in Brown eine merkwürdige Schieterbüxigkeit, die Füße und Köpfe lähmt. Allerdings darf man auf dem Kiez den Trainer nicht infrage stellen, der bekommt vorsorglich einen Persilschein ausgestellt.Nach dem 1:1 vom Freitag bangt ganz Hamburg um den Verbleib in Liga eins.Altona 93 wehrt sich noch …Wie Abstiegskampf erfolgreich betrieben werden kann, zeigt Altona 93 ein paar Kilometer weiter westlich. Gegen den Tabellennachbarn im Keller, den SV Lohne, zeigten die Spieler des ehemaligen FCSP Urgesteins André “Truller” Trulsen eine starke kämpferische Leistung und kamen nach zwei Rückständen zurück, um ganz zum Schluss das 3:2 zu feiern. So geht Abstiegskampf; da können sich die beiden Erstligisten eine Scheibe abschneiden.So spielt ganz Hamburg um den Abstieg mit, nur alle irgendwie anders.FC St. Pauli Fans gegen das IOCIm Gegensatz zur Vereinsführung, die politisch eingezwängt in stadtpolitische Notwendigkeiten vage herumlaviert, legen sich die meisten FC St. Pauli Fanclubs fest. Sie stimmen gegen Olympia in Hamburg.Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden …Diese und andere Hamburg Meldungen findest Du in meinem 2. Projekt: Ring2, dem Hamburg Logbuch. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Von Houtonji nach Madrid

Von Houtonji nach Madrid

Willi und Erik treffen sich in unserer Popcast Küche und - Moment, popcastern 120 Minuten Plus… über Bayern, Union, das beste Fußballalter, unsere Jugend, die Jungprofid in braunweiss, die gegen die gläserne Decke stoßen, und dann haben wir eine Idee für einen widerständigen Sieg gegen den FCB.Außerdem in diesem Popcast: (und ja irendwie mäandern wir sogar nach Strande zu Wolfgang Kubicki - schlimm. Über zwei Stunden Labern, Biertrinken und auf Marktwerte starren - öffentlich zu hören sind die 1. 90 Minuten - den Rest gibts in der Mixed Zone ;)0:36 Willkommen in Willis Küche16:44 Blessin und die Endspielmetapher19:29 Hymnen und Popkultur im Fußball44:22 Diskussion über Jackson Irvine47:43 Marktwerte und Hype-Preise1:03:41 Der Wal und seine Geschichte1:25:11 Familienbetrieb Podcast Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Einfach mal Dazke sagen

Einfach mal Dazke sagen

Ich blogge seit mehr als 20 Jahren, mindestens ein Dutzend davon über den FC St. Pauli. Dieses Blog (und seit nu auch schon 10 Jahren der Podcast) hat viele Spieler und Funktionäre kommen und wieder gehen sehen - mit einigen blieben ein par Anekdoten und ein freundschaftlicher Kontakt.Eine zeitlang habe ich davon geträumt, vom Bloggen leben zu können (hatte dabei aber andere Themen im Sinn als den FCSP; dummerweise ist es ja immer noch irgendwie verpönt, mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen; übrigens ein Grund, warum ich dem Millernton alles erdenklich Gute wünsche bei diesem Unternehmen!).Dieser Post soll all den tollen Menschen gewidmet sein, die diesen Blog durch ihr Abonnement, ihr Sponsoring oder ihre Bierspende unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDiese Publikation wird von ihren Lesern unterstützt. Werde kostenloser oder zahlender Abonnent, um keine Beiträge zu verpassen und meine Arbeit zu unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDas Wort „Feedback“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den zwei Wurzeln„feed“ (nähren, füttern, zuführen) und „back“ (zurück) zusammen. Ursprünglich aus der Kybernetik stammend, bedeutet es wörtlich „Rückkopplung“ oder „Rückmeldung“ und bezeichnet die Rückübermittlung von Informationen an einen Sender. (wikipedia)Ich erinnere mich an unseren ersten “echten” Sponsoren, eine Craftbier Brauerei aus Lüneburg, die durch die Empfehlung eines Hörers auf uns aufmerksam wurde. Das war doppelt toll - und das Bier schmeckte auch sehr lecker. Allerdings sind solche “Deals” die echte Ausnahme; der Löwenanteil der zur Kostendeckung für Mikros, Server und ja auch Podcast-Biere gibt es von vielen Einzelnen - von euch.Björn, Elisabeth, Superpauli, Andreas, Alex, Sven, Carsten, Ralf, Christian, Nadine, B30, Ecki, Uda - ihr seid toll! Ihr kommt aus Hamburg, aus dem schönen Glückstadt, aus Köln und noch weiter weg; wir haben sogar Spender aus der Schweiz, den USA und UK. DAZKE vielmals.Gema-Zuschuss: Wir haben ein paar Mal exklusive Episoden mit Musik aufgenommen, die es heute “nur” noch bei Mixcloud zu hören gibt. Hach, war das toll, Musik in einem POPcast zu haben.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersBiersponsoring, GEMA-Zuschuss oder einfach Soligrüße senden …Abmahn-Soli:Als Blogger steht man immer mit einem Bein in der Abmahnfalle; das ist einfach so - manchmal hast du gar nichts falsch gemacht und entscheidest dich dennoch dafür, eine Strafe zu zahlen. Das nervt und ist teuer. - ABER: bei diesen Gelegenheiten wird die eigene Community schnell sichtbar. Ihr habt meine Abmahngebühren zu einem Großteil mit Solis aufgefangen - das hat mein Herz besonders erwärmt.Server-Soli: seit einiger Zeit hoste ich mit St. Pauli Social eine Mastodon Instanz für unseren Kiez und Freunde des FCSP (melde dich gerne an, ist kostenlos). Auch hier senden mir Mitglieder auf der Plattform einen Soli, sodass knapp 30% der Serverkosten abgedeckt sind.Aktuell gibts auf das Jahresabo 50% Rabatt - und eine limitierte ST. POP Kaffemuck obendrauf.So sieht sie neu aus … hübsch, oder?Wer es lieber einmalig mag, der supporte mich und uns gerne via Ko-Fi.PS so wichtig aktuelle Sponsorinnen sind, so wichtig sind mir auch alle, die ihr Abo aus welchen Gründen auch immer wieder beendet haben - ihr seit natürlich auch toll! Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Ach Igor!

Ach Igor!

Mir konnte eigentlich nix passieren, denn ich war mit guten Freunden und meiner Tochter verabredet, diesen Spieltag am Millerntor gemeinsam zu erleben.Der St. Pauli Podcast, die Themen:* 0:37 Willkommen beim St. Pauli Pop Podcast* 14:24 Halbzeit und taktische Fragen* 17:52 Verletzungen und Genesungswünsche* 39:08 Coming-out im Fußball* 40:24 Abschied in die LänderspielpauseUnd dann wollte ich mal den Tim spielen und hab Mistral.ai gefragt, ob es auch taktische Analyse kann; ( tl;dr: lest lieber den Millernton ;) - 1 Gedanke dazu: die Spielberichte der KI sind nicht schlecht. Eine Qualität, die für den billigen Clickbaiter mit 24 im Titel und den Boulevard sogar ausreichen würde, imho.Lest und sendet gerne Feedback - hier bleibts persönlich und ansonsten KI-freiDer Abend, an dem das Millerntor den Atem anhieltHamburg-Altona, 22. März 2026 – 17:30 UhrEs gibt Abende am Millerntor, die fühlen sich an wie ein Lied von Tom Waits: voller Hoffnung, voller Schmerz, und am Ende bleibt die Frage, warum man überhaupt noch hofft. So ein Abend war das hier. Der FC St. Pauli empfing den SC Freiburg, und es sollte ein Spiel werden, das alles hatte: einen ehemaligen Kiezkicker, der gegen seinen Jugendklub traf, eine Mannschaft, die sich selbst verlor, und eine zweite Halbzeit, die wie ein schlechter Traum endete.**Vorspiel: Zwei Teams, zwei Welten**St. Pauli kam mit einer Serie von sechs ungeschlagenen Heimspielen ins Millerntor. Sechs Spiele, in denen die Fans wieder zu glauben begannen, dass der Klassenerhalt vielleicht doch noch möglich sei. Doch die Tabelle lügt nicht: 24 Punkte nach 26 Spielen, Platz 16. Die Luft wurde dünner. Trainer Alexander Blessin musste auf wichtige Defensivkräfte verzichten – Karol Mets, Manolis Saliakas, James Sands. Die Abwehr war löchrig wie ein alter Pullover, und Freiburg wusste das.Die Breisgauer kamen mit einem 5:1-Sieg gegen Genk in der Europa League im Gepäck, aber auch mit einer Auswärtsbilanz, die schrecklicher nicht hätte sein können: nur 9 von 34 möglichen Punkten in der Fremde, vier Auswärtsspiele in Folge ohne Tor. Julian Schuster, der Freiburg-Trainer, setzte auf Kontinuität – dieselbe Startelf wie gegen Genk. Ein Risiko, aber auch ein Statement: Wir spielen unser Spiel, egal wo.---**1. Halbzeit: St. Pauli träumt, Freiburg schläft**Die ersten Minuten gehörten Freiburg. Jan-Niklas Beste feuerte in der dritten Minute eine Warnung ab, doch dann übernahm St. Pauli das Kommando. Mathias Rasmussen und Joel Chima Fujita testeten Noah Atubolu, der Freiburger Torhüter, musste sich warm anziehen. Und dann, in der 24. Minute, der Moment, der das Millerntor zum Beben brachte: Eine Ecke von links, Tomoya Andō köpft den Ball auf Danel Sinani, der im zweiten Versuch über die Linie drückt. 1:0. Jubel. Erlösung. Die Fans sangen, als gäbe es kein Morgen.Freiburg wirkte einfallslos, fand kaum Wege durch das Zentrum. Die beste Chance vor der Pause hatte Yuito Suzuki, doch Nikola Vasilj hielt stark. St. Pauli ging mit einer verdienten Führung in die Kabine. Die Fans träumten von drei Punkten, die den Klassenerhalt ein Stück näher rücken würden.**2. Halbzeit: Der Ex-Kiezkicker kehrt zurück – und das Millerntor erstarrt**Julian Schuster reagierte. Zur Pause brachte er Philipp Lienhart und Cyriaque Irié – und plötzlich war Freiburg ein anderes Team. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, drängten St. Pauli zurück, erhöhten die Schlagzahl. Igor Matanović, der ehemalige St.-Pauli-Stürmer, wurde zum Albtraum seines Jugendklubs.In der 65. Minute lenkte er einen Schuss von Vincenzo Grifo ab, Vasilj konnte nicht mehr eingreifen: 1:1. Der Ausgleich. Die Stimmung kippte. Die Fans im Millerntor wurden stiller, als hätten sie plötzlich begriffen, was hier passierte.Doch es kam noch schlimmer. Nur 13 Minuten später, in der 78. Minute, traf Matanović erneut. Ein Schuss von Irié, Vasilj patzte – und Matanović staubte ab. 1:2. Der Doppelschlag. Die Fans waren fassungslos. St. Pauli, das in der zweiten Halbzeit kaum noch einen Torschuss auf den Kasten der Gäste gebracht hatte, verlor nicht nur das Spiel, sondern auch den Glauben an den Klassenerhalt.Matanović, der elf Jahre lang das Trikot des FC St. Pauli getragen hatte, weigerte sich, seine Tore zu feiern. Ein Zeichen des Respekts – doch für die Paulianer war es ein bitterer Abend.---**Die Taktik: Warum Freiburg gewann – und St. Pauli verlor****1. Halbzeit: St. Pauli zeigt, was möglich ist**- **Formation:** 4-2-3-1, kompakt, schnelle Umschaltmomente, Fokus auf Standardsituationen.- **Pressing:** Aggressiv im Mittelfeld, Freiburg wurde zu langen Bällen gezwungen.- **Stärken:** Standardsituationen (Tor durch Ecke), schnelle Flügelspieler (Fujita, Pyrka).**2. Halbzeit: Freiburg dreht das Spiel – St. Pauli verliert den Faden**- **Freiburgs Wechsel:** Lienhart und Irié brachten Tempo und Präzision. Die Formation wurde aggressiver (3-4-1-2), das Pressing höher.- **St. Paulis Fehler:** Keine taktischen Anpassungen, individuelle Patzer (Vasilj, Abwehr), zu späte Auswechslungen.- **Schlüsselmoment:** Matanovićs Tore entstanden durch schnelle Kombinationen und St. Paulis Unfähigkeit, die Räume zu schließen.---**Die Helden und die Gescheiterten****Held des Abends:** Igor Matanović. Zwei Tore, kein Jubel, aber ein Spiel, das er nie vergessen wird. Sein Doppelpack war nicht nur entscheidend, sondern auch symbolisch: Ein ehemaliger Kiezkicker, der gegen seinen Jugendklub traf – und damit Freiburgs erste Auswärtsniederlage des Jahres verhinderte.**Der Gescheiterte:** Nikola Vasilj. Der St.-Pauli-Torhüter hatte in der ersten Halbzeit stark gehalten, doch seine Patzer in der zweiten Halbzeit kosteten sein Team das Spiel.**Der Unsichtbare:** Arkadiusz Pyrka. Der schnellste Spieler auf dem Platz (34,52 km/h) hatte kaum Einfluss auf das Spiel. Ein Symbol für St. Paulis zweite Halbzeit: viel Lauferei, wenig Wirkung.---**Nachspiel: Was bleibt?**Für Freiburg war der Sieg ein Befreiungsschlag. Nach drei Spielen ohne Sieg in der Liga kehrten sie in die Erfolgsspur zurück. Die Europapokal-Träume leben weiter.Für St. Pauli war die Niederlage ein herber Rückschlag. Statt sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, rutschten sie weiter in die Abstiegszone. Die Heimserie von sechs Spielen ohne Niederlage war beendet – und die Frage, ob der Klassenerhalt noch zu schaffen ist, wurde drängender.Und für die Fans? Eine Geschichte, die sie ihren Enkeln erzählen werden: „Weißt du, damals, als der Ex-Kiezkicker uns zwei reinhaute – und wir trotzdem weitergesungen haben.“---Fazit: Fußball als Spiegel des LebensDieses Spiel war mehr als nur ein Bundesliga-Spieltag. Es war ein Drama, eine Tragödie, ein Triumph – alles in einem. Es zeigte, warum wir Fußball lieben: Weil er uns Geschichten schenkt, die wir nie vergessen. Weil er Helden und Gescheiterte schafft, manchmal in ein und derselben Person. Und weil er uns lehrt, dass der nächste Spieltag immer eine neue Chance bringt.Für St. Pauli geht es weiter. Für Freiburg auch. Und für Igor Matanović? Vielleicht wird er eines Tages zurückkehren – nicht als Gegner, sondern als Legende.---**Quellen:**- [kicker: Matanovic schockt Ex-Klub: Freiburg dreht Partie gegen St. Pauli](https://www.kicker.de/st-pauli-gegen-freiburg-2026-bundesliga-5050991/analyse)- [Bundesliga.com: Igor Matanović returns to haunt former club as Freiburg come from behind at St. Pauli](https://www.bundesliga.com/en/bundesliga/news/st-pauli-sport-club-freiburg-match-report-highlights-matchday-27-36587)- [Eurosport: So lief FC St. Pauli vs. SC Freiburg: Matanovic schnürt Doppelpack](https://www.eurosport.de/fussball/bundesliga/2025-2026/fc-st.-pauli-sc-freiburg_mtc1609087/live-commentary.shtml)- [Sofascore: FC St. Pauli vs SC Freiburg live score, H2H and lineups](https://www.sofascore.com/football/match/sc-freiburg-fc-st-pauli/BabsNab) Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Gladbach, Olympia und die CDU

Gladbach, Olympia und die CDU

Es gibt Spiele, da weiss man gar nicht, was man dazu sagen oder bloggen soll.https://stpaulipop.myspreadshop.de/Irgendwie war die Niederlage so in sich abgeschlossen, und banal. Ein vollkommen zurecht verlorenes Spiel. Eines von 13 Endspielen, die Alex Blessin vor Wochen ausgerufen hatte. Und nu? Endspiel verloren. Melden wir uns vom Betrieb ab? Natürlich nicht; auch wenn das mal konsequent wäre.Hoffe, man sieht ein, dass die Endspiel-Metapher ziemlich doof war. War doch offensichtlich, dass so ein Spiel kommen würde. Nach den Siegen gegen Stuttgart und Werder, nach der Energieleistung gegen die Eintracht, hat vielleicht der Eine oder Andere © im Kader gedacht, es ginge gegen die andere Borussia, die Tabellennachbarin, mit ein wenig weniger Kampf, diesem Kämpfen an dessen Ende Krämpfe warten - und vielleicht, so war die unbewusste Hoffnung, reichts irgendwie für einen Punkt auswärts.Keine 120%, keine PunkteIch habe das Spiel über die App meines Arbeitgebers gesehen (so konnte ich mir nachher wenigstens einreden, ein wenig getestet zu haben). Die hat den englischen DFL Originalkommentar eingebaut. Wie Eric Smith und später auch Hauke Wahl, ausgerechnet Hauke Wahl, verteidigt haben, bekam den passenden wie unschönen Namen “Lazy Defending” oder “Sloppy Defending”. Englisch passt manchmal Mic-drop-mäßig gut.Natürlich gab es eine Diskussion in unserer POPcast-Signalgruppe nach dem Spiel.Alfetta bemerkte, es sei augenfällig, dass der Blessin-Ball (in Anlehnung an sein Gegenteil, den Walter-Ball) taktisch auf die Null spielt. Wenn wir dann irgendwie das 1:0 schießen, dann kommen am Ende Ergebnisse wie gegen Hoffenheim (ideal gelaufen), Bremen (auch da fiel das 1:0 für uns) oder wenigstens gegen die Eintracht heraus (0:0). Wenn wir allerdings den ersten Treffer kassieren, hat dieses Team, dieser Trainer, dieser Kader keine Antwort parat. Und das schon die ganze verdammte Saison lang.Kassieren wir das 0:1, können wir das jeweilige Endspiel abpfeifen.Das ist hart, aber die Realität.Mir tat es weh, mitanzusehen, wie Jackson nach einem der vielen Fehlpässe dem Gladbacher Mittelfeldspieler beinahe hinterher humpelte, die Schultern nach unten hängend, ohne Spannung im Körper - ohne Zuversicht. Bei Eric Smith kenne ich das nicht anders diese Saison. Er wirkt wie ein Schatten seiner selbst, nur das - inzwischen überheblich wirkende - abkappen der Füße beim Pass erinnert an seinen großen Kampfesmut mit Überblick, die uns alle im Podcast-Team zu Fans hat werden lassen.„Wir laufen dann dem Ergebnis hinterher, öffnen Räume und hätten am Ende auch wieder drei, vier Gegentore bekommen können. Das ist frustrierend, weil es mich an den Oktober erinnert.“ - sagt Jackson Irvine.Wir haben dasselbe Spiel gesehen.„Ein Mangel an Konzentration, ein Mangel an Überzeugung… wir haben heute keinen Biss gehabt. Das war wirklich richtig schwach und wir müssen nächste Woche sehr viel besser sein.“ sagte Irvine ggü der Mopo und schloss: „Wir sahen aus wie das strauchelnde Team, das wir vor Monaten waren, das ärgert mich am meisten.“Ja, das kam auch bei mir so an. Wenig Energie, kein gutes Timing in Zweikämpfen und Pässen - vor allem da wo es eng wird, im letzten Drittel. So kann man kein 0:1 aufholen. Wenn der Mut fehlt, das zu tun, was Gladbach bei uns abgeschaut hat: mutiges und energisches Forechecking (ja, so nenne ich das immer noch :).Alfetta verortet uns nach Gladbach einen Tabellenplatz zu hoch; diesen Relegationsplatz zu verteidigen, ist die Losung der nächsten Spiele. Denn auch Konkurrent Wolfsburg parkt unter Hecking gerne Busse vor seinem Strafraum. Spannend zu sehen, wenn die Taktik aufgeht, wer dann im wirklichen Endspiel am Millerntor als erstes sein Kämpferherz entdeckt.Aber bis dahin gibts ja noch sieben Endspiele - und der hsv erlebt auch noch einen Frühling ;)“Nolympia” - St. Pauli und die Olympiabewerbung HamburgsAls ich die vergangene Woche zu meinem Hamburg Newsletter recherchierte, fiel mir natürlich das Thema “Olympia Hamburg” vor die Füße. Wie äußert sich da der Verein eigentlich zu?, habe ich mich gefragt; aber nicht viel Erhellendes gefunden. Oke ist dafür (muss er wohl auch aus stadtpolitischen Gründen, immerhin wollen wir unser Stadion ausbauen und die Kollaustraße, da brauchen wir das Wohlwollen der Mächtigen), der Verein selbst hat keine Meinung - zumindest keine öffentliche, keine abgestimmte. In einem Laden, in dem jeder Pups vorher genehmigt werden muss, heißt das vielleicht, dass die Nolympia-Fraktion groß ist?Obige Umfrage ist zwar marktforscherisch nicht sauber, aber für unsere Follower im Fediverse schon eingermaßen eindeutig. Und ich vermute, so sehen das viele im FCSP und im Viertel:92% von immerhin knappp 50 Teilnehmenden sind gegen Olympia in Hamburg. Und das bin ich auch.Meine Gründe sind vielfältig, aber im Kern reduziert es sich auf die Frage: Traue ich diesem Senat eine ehrliche schwarze Null zu? Meine Antwort dazu in a nutshell: Nein, denn …* Wer schon bei der ersten Vorstellung des Finanzplans schummelt und bspw. Milliarden für die Sicherheit rausrechnet …* Wer die Parole von den “nachhaltigen Spielen in Paris 2024” nachplappert, wider besseren Wissens …* Wer sich schon bei der Elbphilharmonie um den Faktor 11! verschätzt hat …dem vertraue ich nicht. (Und da habe ich die traditionell guten Filzdecken zwischen Immobilienwirtschaft und SPD noch gar nicht aufgedröselt oder das Gezerre um das neue HSV Stadion, das Olympia (also wir alle) dem Vorstadtklub schenken sollen)* Details zu Paris 2024 findet ihr in der aktuellen Ausgabe des Ring2 Hamburg LogbuchsWas war sonst noch?* Manchmal treffen Tapeten des Stadtnachbarn ja voll ins Schwarze, so wie einst der Doppelhalter beim 1. Derby am Millerntor: “Nach dem Spiel auf einen Galao in der Schanze?” - fand ich gut. Eine Neuauflage des beliebten Chants “McDonalds, St. Pauli und die CDU” gabs zuletzt am Volkspark zu bestaunen: “St. Pauli - Fritz Kola und die CDU” - ist auch lustig.* Unsere U23 liegt nach dem 0:5 zuhause gegen Schöningen abgeschlagen und mit nun fünf Punkten auf einen Relegationsplatz am Kellerboden. Trotz Nemeth und Hara im Spiel schafft diese Mannschaft es nicht, eine zu sein. Wenn die U23 absteigt ist das strategisch eine Katastrophe. Für die schon schlecht funktionierende Jugendarbeit ist ein komplettes Abreissen zur Profimannschaft (mehr als 3 Ligen Unterschied) fatal.* 20% Rabatt auf alles außer … Ich habe es endlich geschafft, meinen tollen Abonnent:innen ihre St. POP Tassen einzupacken. Willst du auch stilvoll deinen Spieltagskaffe trinken? Dann abonniere uns - oder kaufe dir direkt deinen Lieblingsmerch in unserem Shop:https://stpaulipop.myspreadshop.de/ Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Kein Dreier mit Zwayer

Kein Dreier mit Zwayer

Chapters0:37 Moin, moin, Sankt Pauli1:26 Sponsoren und Unterstützung3:31 Amateurtrainer und Insiderwissen4:50 Sportmoderatoren und alte Bekannte6:06 Sponsoren und Werbepartner7:45 Themenwechsel: Gewicht und Tupperware11:39 Begegnungen in der Fanszene12:58 Grüße an alte Bekannte17:37 Konzertbesuch und Empfehlungen21:26 Spielanalyse: St. Pauli gegen Eintracht26:46 Emotionen vor und während dem Spiel32:02 Verletzungen und Ausblick36:21 Kaderplanung für die Zukunft43:23 Schiedsrichter und Spielentscheidungen48:03 Der Einfluss von Spielern55:20 Abschied von Felix Zweier1:03:43 Ausblick auf kommende Spiele1:07:40 Umzug des Clubs Kier1:31:51 Abschluss und Ausblick auf das nächste SpielIn Willis Küche ist es warm, die Ratsherren-Pilsner sind kühl, und draußen senkt sich das Hamburger Grau über den Kiez. Ein Dienstagabend, wie er im Buche steht – oder besser: wie er in die Aufnahme eines Mikrofons fließt, das zwischen zwei Männern steht, die mehr über den FC St. Pauli vergessen haben, als andere je wissen werden.Das Schweigen der Adler und der ZitteraalEs war einer dieser Nachmittage am Millerntor, an denen das Drumherum fast schwerer wog als das Spiel selbst. Bevor der Ball überhaupt rollte, gab es diese Schweigeminute – ein Moment der Stille, den selbst die Frankfurter Anhänger respektvoll mitgetragen haben. Manchmal zeigt sich die Größe eines Vereins eben nicht in der Tabelle, sondern in der Fähigkeit, gemeinsam innezuhalten.Doch sobald der Pfiff ertönte, war es vorbei mit der Besinnlichkeit. St. Pauli stand den Frankfurtern so früh auf den Füßen, dass deren Torhüter – von uns liebevoll als „Zitteraal“ getauft – bereits ab der dritten Minute anfing, auf Zeit zu spielen. Ein Slapstick-Moment par excellence, der uns in der Kurve nur ein müdes Lächeln entlockte. Dass Frankfurt mit einem Kaderwert anreist, der in ganz anderen Galaxien schwebt, hat man auf dem Platz nicht gesehen. Unsere Defensive, allen voran Hauke Wahl, hat die “großen Namen” der Eintracht so konsequent aus dem Spiel genommen, dass sie kaum Luft zum Atmen fanden.Schiedsrichter-Egos und die „Letzte Patrone“Und dann war da natürlich Felix Zweier. Man kann über ihn sagen, was man will – und wir sagen viel –, aber wenn ein Schiedsrichter das Gefühl hat, sein Ego über das Spiel stülpen zu müssen, dann wird es anstrengend. Ein “Strukturspießer”, dem der FC St. Pauli naturgemäß ein Dorn im Auge sein muss. Es ist diese Mischung aus Ordnungsliebe und einem Hang zur Selbstdarstellung, die uns am Ende zwar einen Punkt, aber auch viel Nerven gekostet hat.Währenddessen brennt in der restlichen Liga der Baum. Wolfsburg feuert die „letzte Patrone“ ab und holt einen Trainer, der gerade erst mit Bochum abgestiegen ist. Bei uns hingegen herrscht das, was man in Hamburg „Stoik“ oder einfach nur „Ruhe“ nennt. Während andere Vereine in Panik verfallen, lehnen wir uns zurück – nicht aus Arroganz, sondern weil wir eine Idee haben.Von Traum-Nägeln und Club-KulturAber St. Pauli wäre nicht St. Pauli, wenn es nur um den Ball ginge. In Willis Küche schweift der Blick schnell ab – von der Kaderplanung hin zu den Dream Nails, einer Punkband aus Utah, die heute im Molotow spielt. Es ist diese untrennbare Verbindung zwischen Sport und Clubkultur, die diesen Verein ausmacht. Wir reden über das Clubsterben, über alte Bekannte aus der Fanszene, die uns in der Kurve ihre Sticker schenken, und über die Tatsache, dass manche Menschen unseren Podcast tatsächlich zum Einschlafen nutzen – was wir als das ultimative Kompliment verbuchen.Jetzt geht es nach Gladbach. Ein Freitagsspiel, ein schönes Stadion, ein harter Brocken. Erik wäre gerne dabei, schafft es aber zeitlich nicht – also müssen die anderen die „Boys in Brown“ nach vorne singen. Bringt Punkte mit, gerne in der Mehrzahl. Und lasst es krachen.Munter bleiben. Und vergesst nicht: Wer uns auf Substack unterstützt, kriegt das Jahresabo zum halben Preis. Ein Schnapper, fast so gut wie ein Last-Minute-Tor gegen die Eintracht. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Frühlingsgefühle auf St. Pauli

Frühlingsgefühle auf St. Pauli

Der Temperaturunterschied in der zugigen Ecke des Millerntorstadions, unsere bevorzugte Ecke der Nord vis-a-vis zur Gegengeraden, war um den Faktor eines Hochsommertages wärmer als beim letzten Heimspiel. Während ich meinen Nebenstehern gegen den HSV zuschauen konnte, wie das Bier in den Bechern gefror, schickte der Atlantik geradezu milden Nieselregen aus Westen ins angefeuerte Rund.Zu Gast waren die Freunde aus Bremen, allerdings lehnen diese gerade mit uns und auch mit ihren Rücken an der Wand; ein Sieg war für die Bremer Pflicht. Für unsere Boys das erst einmal leichteste machbarste Heimspiel auf längere Sicht.Das “Spitzenspiel der zweiten Liga”, wie Markus scherzte, war dann auch keines. Die beiden Mannschaften schoben mit einer Menge Angst in der Büx sich gegenseitig in den ungefährlichen Dritteln den Ball hin und her - wobei der SV Werder zwischenzeitlich nur mit sich selbst spielte, bei 70% Ballbesitz.Nur logisch, dass sich die Nervosität auch auf die beiden Torhüter auswirkte. Nach der Pause köpfte Hauke Wahl eine Rückgabe zum Bremer Torwart, die allerdings immer länger wurde, sodass der junge Bremer zwar seine Fingerspitzen aber nicht seinen Körper vor den Ball bekam. Ein Slapstiktor zum 1:0; egal, Hauptsache die Führung.Seinen eigene Slapstickdance vollführte dann Vasilj, der bei dem Versuch, eine Ecke zu entschärfen, ausrutsche und den Ball vor die Füße der eigenen Abwehr bugsierte. Wahl und Co. dengelten dann ziemlich Hektisch den Ball erst aneinander, dann Vasilj aus den zupackenden Händen. Milosevic musste für die Bremer dann nur noch volley einschießen, zum 1:1. …Oh, Moment, Willi ist im Studio … ich schalte rüber in die Schanze …Krokusse, Punkte und Barfuß-Explosionen: Ein Abend mit Willi und Erik nach zwei Siegen in FolgeChapters0:41 Frühling in Hamburg3:37 Heimspiel gegen Werder Bremen4:51 Spieler im Abstiegskampf8:44 Emotionale Explosion von Fujita10:37 Torwartleistungen im Fokus17:11 Der Kampf um den Klassenerhalt29:55 Teambuilding und Erwartungen35:39 Trainerwechsel und seine Auswirkungen40:01 Der Einfluss der Fans56:14 Unterstützung der Kulturszene1:02:28 Ausblick auf das Spiel gegen FrankfurtVon der Elbe weht ein Wind, der nicht mehr nach Winter schmeckt. Während draußen der Hamburger Frühling die Natur wachküsst, sitzen zwei Männer zusammen, die eigentlich über Fußball reden wollen – aber dabei viel mehr über das Lebensgefühl am Millerntor verraten.Ich sitze in der Ecke, die Luft riecht nach frisch dekantiertem Wein und der leichten Aufregung, die immer dann mitschwingt, wenn der FC St. Pauli plötzlich anfängt, die Gesetze der Logik zu biegen. Willi und Erik sind keine Analysten in sterilen Studios; sie sind Chronisten einer Stimmung.„Moin, moin“, schallt es durch den Raum. Es ist dieser typische Hamburger Doppelschlag, der alles gleichzeitig ist: Begrüßung, Bestandsaufnahme und ein Versprechen auf die nächsten sechzig Minuten.Die Natur explodiert – und die Boys in Brown auchWilli hat Erik ein Foto geschickt. Keine taktische Aufstellung, sondern Veilchen. Oder waren es Krokusse? „So explodierende Natur, die sich nach dem Winter den Weg nach oben gekämpft hat“, beschreibt Willi es. Es ist die perfekte Metapher für diesen Verein. Lange war es frostig, doch jetzt, im März 2026, bricht alles auf einmal durch den Asphalt.Erik lacht und erzählt von seiner Radtour am Morgen. Vier Grad, da musste er sich noch eine „Pereira-Lage“ überziehen. Ein kleiner Insider, eine Anspielung auf die Schichten, die man braucht, um in Hamburg zu überleben – sportlich wie meteorologisch. Doch die Kälte ist vergessen, wenn sie auf Joel Fujita zu sprechen kommen.Der Barfuß-MomentFujita ist das Gesicht dieses Aufschwungs. Erik bringt es auf den Punkt: „Barfuß wie Joel Fujita.“ Es geht um diese emotionale Explosion, um die Rückkehr von Schlüsselfiguren wie Eric Smith und Jackson Irvine, die dem Team ein Rückgrat geben, das im Abstiegskampf fast schon verloren schien.Es herrscht eine fast ungläubige Freude darüber, dass der Verein plötzlich entdeckt hat, dass es auch außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs Punkte zu holen gibt. „Das war unserem Verein ja gar nicht bewusst“, scherzt Willi mit diesem trockenen Humor, den man nur hat, wenn man schon zu viele bittere Auswärtsfahrten hinter sich hat.Zwischen Taktik und SubkulturDie beiden hangeln sich von Thema zu Thema. Es geht um Torwartleistungen, den Kampf um den Klassenerhalt und den Einfluss von Trainerwechseln. Aber ein St. Pauli Podcast wäre nichts ohne den Schwenk zur Kultur. Plötzlich landen wir im Westwerk, bei Konzerten und der Band Stone Foundation (hingehen!).Das ist das Faszinierende an diesem Gespräch: Der Ausblick auf das schwere Spiel gegen Frankfurt wird genauso leidenschaftlich diskutiert wie die Frage, welches DJ-Set man vor dem nächsten Konzert mitnehmen sollte. Es ist eine Symbiose aus Kiez-Kultur und Profisport.Der Blick nach vornWährend sie über das kommende Spiel am Freitag, den 13. gegen Gladbach sinnieren, spürt man: Die Angst vor dem Abstieg ist nicht weg, aber sie wird von einer Welle der Euphorie überlagert. Die Fans, die treue Gemeinde am Millerntor, sind bereit.Willi und Erik packen ihre Sachen. Draußen wartet der Hamburger Frühling. Die Natur kämpft sich nach oben – und die Boys in Brown tun es ihr gleich. Wer braucht schon Barfuß-Wetter, wenn man Fujita hat? Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli - Stehplatz-Adel und andere Armleuchter

FC St. Pauli - Stehplatz-Adel und andere Armleuchter

Moin Moin, St. Pauli - hier kommt ein Rant-Reply ;)Jeder von uns hat mindestens eine “Bezugsgruppe” im Stadion, von der er weiß, wo er sie im Zweifel findet. Das geht mir auch so. Insgesamt sind es drei, wobei ich mich mit den Jungs vom Podcast derzeit meist in der zugigen Ecke zwischen Nord und Gegengeraden treffe. Auch da ist es bei attraktiven Spielen voll. Und auch da gibt es diese unangenehme Art St. Paulianer, über die “Philex 99” jüngst ein Video gemacht hat. Dieser Blog/Podcast ist ein Reply - inkl. einer persönlichen Anekdote.Das Problem heißt Arschloch-AttitudeIch gehe seit über 30 Jahren zum FC St. Pauli und kann euch berichten, auch Dir Phil, das Problem mit den “Fans” mit eingebauter Vorfahrt gibts nicht nur auf der Gegengeraden (obwohl mal interessant wäre zu erfahren, ob die SUV-Verbreitung und die “Hier stehen wir schon immer”-Attitude korreliert?). Meine kleine Geschichte spielt auf der Nord. Deswegen würde ich sagen: das Problem haben wir überall dort, wo alte weiße Männer auf Stehrängen sich einfinden. Wohl der einzige Grund, warum es ähnliches nicht von der Haupt zu berichten gibt ;)Bundesligasaison 2010/2011 - NordkurveNach dem vorletzten Aufstieg im Frühjahr 2010 wurde es auf der alten Nord in meiner Wahrnehmung noch enger, als dieses Mal auf der neuen. Ich hatte damals gerade keine Dauerkarte und stellte mich, wie viele St. Paulianer:innen mitten in der Nacht bei jedem Wetter vor das Ticketcenter, um Karten zu ergattern. Meist Nord - die Gegengerade war damals schon eine Art closed shop.Mit der Twitter Crowd traf ich mich dann, wie eigentlich immer seit 30 Jahren, mindestens 90 Minuten vor Anpfiff in der Ecke zur Gegengeraden. Meist war um diese Zeit noch viel Platz - eng wurde es erst später.Zum ersten Heimspiel des Jahres 2011 gegen den SC Freiburg, das später wegen des stadionweiten Jolly Rouge in die Vereinsgeschichte eingehen sollte, wurde es besonders voll.Neben mir stand ein Mitte 40 Jahre alter Mann in Kutte, der gerade einem anderen erklärte, dass er hier nicht stehen könne. Da kämen noch zehn!Wie sich herausstellte, hatte der so angeschnauzte sein Ticket für 100 EUR auf einem illegalen Zweitmarkt erworben, war das erste Mal am Millerntor; weswegen er sich anschickte, kleinlaut der rüden Anweisung zu folgen.Nix da, intervenierte ich; wer zuerst kommt, steht zuerst. Besetzen gibt es am Millerntor nicht. (Zusammenkuscheln schon, aber das ist eine anderes Mindset).“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”, erklärte sich der Mann nun mir gegenüber. Als ob das ein Recht begründet, andere von den Stehtarversen zu mobben. “So?”, antwortete ich ruhig, “da hab ich dich gar nicht gesehen”.Vielleicht lag es daran, dass ich (für diejenigen, die mich nicht kennen) damals noch so aussah, als wäre es keine gute Idee, meine Überzeugungen herauszufordern. (Heute wäre ich gespannt, was passierte, würde man das “Awareness Team” des FCSP beauftragen, das Problem zum Ausgang zu begleiten?).Inzwischen trafen einige seiner Freunde ein, es wurde geschubst und gemeckert, aber am Ende gab die Truppe nach und verzog sich unter Abgesang schmutziger Lieder nach unten. (Dort pöbelten sie dann die Kinder am Zaun an, dass sie nix sehen könnten - aber das ist eine andere Geschichte, unterstreicht aber vielleicht, wie asozial diese Typen sind).Es gibt kein Recht auf denselben Stehplatz. Ende der Diskussion!Es wäre schön, wenn auch der Verein dies mal klarstellen würde: es gibt kein Recht auf eine private Ecke im Stadion. Und dabei ist es unerheblich, wie lange man dort schon steht oder wieviele echte oder imaginierte Verdienste man um diesen Verein hat. Punkt!(Die organisierten Supportblöcke auf der GG, Nord und Süd würde ich hier ausnehmen - aber da sind sowieso alle 2h vorm Anpfiff da in der Regel)Wer mit seiner Gruppe an einem bestimmten Platz stehen möchte, der kommt 90 Minuten vor Anpfiff, wie wir alle. Besetzen ist wirklich wie Handtücher abends auf Liegen verteilen; es ist so erbärmlich wie unstpaulianisch. Mir sind bisher nur alte weiße Männer mit Agenturhintergrund negativ aufgefallen, was einem gewissen Muster folgt.“Das ruckelt sich schon zurecht”Auch ich war mal neu am Millerntor. Auch ich habe Platz gemacht, wenn jemand verbal oder anders mit zeigte, dass er hier stehen will/darf/muss. Aber ich habe auch - und überwiegend - andere Erfahrungen gemacht. “Das ruckelt sich schon zurecht”, sagte mir einer mal auf der alten Gegengeraden, “nach dem ersten Tor steht hier sowieso keiner mehr an dem Platz, an dem er vorher stand”.Zusammenrücken statt Besetzen, darauf können wir uns doch bitte einigen, oder muss ich erst laut werden? Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

St. Pauli Vibes auf Mallorca

St. Pauli Vibes auf Mallorca

Es gibt Tage, da musst du einfach raus. Wenn der Hamburger Nieselschnee sich wie eine kalte, nasse Decke über dein Bewusstsein legt und die Trümmer der letzten Niederlage (dieses verdammte Leverkusen-Spiel!) noch in deinen Knochen stecken, hilft nur die Flucht. Ein Ticket, ein Flieger, und plötzlich stehst du nicht mehr an der Feldstraße, sondern im grellen Licht der mallorquinischen Sonne. 15 Grad. Ein Hauch von Frühling, der sich anfühlt wie der erste Schluck eines eiskalten Cerveza nach einem langen Winter, mit gefrierendem Astra.Vor dem Stadion gibt's eine kleine Bar mit starkem Café und lokalem Bier für nach dem Spiel. Willkommen im Estadio Municipal Ses Forques. Willkommen in Porreres.Ich bin hierhergekommen, um den Kopf frei zu kriegen, doch der Fußball verfolgt mich wie ein süchtiger Geist. Ich stehe am Sonntag um 12 Uhr mittags am Rand dieses beschaulichen Platzes, der seit über hundert Jahren – die Unió Esportiva Porreres wurde 1923 gegründet, als man hier wahrscheinlich noch mit Lederbällen gegen die bleierne Franco-Zeit ankickte – das emotionale Zentrum dieses Dorfes ist. Die Farben? Rot und Weiß. Die Stimmung? Pur. Es riecht nach gewässertem Kunstgras, scharf gebranntem Kaffee und der verzweifelten Hoffnung, die nur die vierte Liga (Segunda Federación) bieten kann.Blick auf die Tribüne.Auf dem Papier ist es Porreres erste gegen die Reserve des FC Girona. In der Realität ist es ein Kampf gegen das Schicksal eines Absteigers.St. Pauli-Vibes unter PalmenMan sagt, man kann den Verein wechseln, aber nicht die Neurose. Und da sitze ich nun, tausende Kilometer vom Millerntor entfernt, und was sehe ich? St. Pauli-Vibes. Oder Altona 93-Vibes, für die Feinschmecker unter euch. Das Spielniveau hat diesen herrlichen, kantigen Regionalliga-Charme. Es ist ehrlich, es ist schmerzhaft, und es ist verdammt schön es anzusehen und dabei in die Sonne zu blinzeln.Porreres rennt. Sie beißen. Aber zur Halbzeit steht es 0:2. Javi Sarasa hat sie schon in der 6. Minute eiskalt erwischt, und kurz vor dem Pausenpfiff legte Carles Garrido nach. Ein Schlag in die Magengrube, den jeder Fan von Braun-Weiß im Schlaf mitsingen kann. Die Sonne brennt auf die Flutlichter – diese „Love-Lights“, wie mein Gehirn sie im Rausch der Euphorie umtauft –, und ich denke: Wie schön doch Flutlichtmasten sind. Ich werde nostalgisch.Zweite Halbzeit: die Hoffnung lebt auch hier …Dann passiert es. Die zweite Halbzeit beginnt, und dieses Team in Rot fängt an zu glauben. Es ist dieser Teamgeist, den wir am Millerntor so oft beschwören und so selten in Punkte ummünzen können. In der 64. Minute gibt es Elfmeter. De Tomás tritt an. Der Ball zappelt im Netz. 1:2.Plötzlich ist da Lärm im Ses Forques, kein Murmeln mehr, sondern ein Brüllen. Es ist die pure, unfiltrierte Lust am Widerstand. Ich sehe Parallelen, die mich noch nostalgischer machen. Diese jungen Talente, dieser strategiefreie Wahnsinn, das letzte Aufgebot, das sich weigert, einfach umzukippen. Es ist Fußball in seiner reinsten Form: Ein Dorf gegen die Übermacht vom Festland, ein Gefühl von Wir gegen die Statistiken des modernen Fußballs.Der Kater und die ErkenntnisNoch eine Ecke … und das wars.Am Ende reicht es nicht. Girona schaukelt das Ding über die Zeit. 1:2. Die Gesichter der Einheimischen sind gezeichnet von jener Mischung aus Stolz und Erschöpfung, die man nur kennt, wenn man alles gegeben hat und trotzdem mit leeren Händen dasteht. Es gibt sogar noch n Tumult mit Spielertraube zum Abpfiff. Porreres kennt die Tragik auch, so viel ist sicher.Was bleibt? Ein Sonnenbrand auf der Nase, ein leerer Becher und die Erkenntnis, dass Fußball überall gleich wehtut und gleich gut. Ob im Nieselregen von Hamburg oder unter den Pinien Mallorcas. Die UE Porreres mag auf Platz 17 der Tabelle hängen, genau wie unsere Jungs im Keller der Bundesliga darben, aber solange da noch dieser Funke ist, dieser „Mir-doch-egal-und-Spaß-dabei“-Vibe, ist nichts verloren.Nächste Woche bin ich wieder am Millerntor. Der Hamburger Regen wird mich empfangen wie ein alter, mürrischer Freund. Aber in meinem Kopf brennt noch das Licht von Ses Forques.Porreres, du schönes patiniertes Stück Fußball geschichte – ich komme wieder. Aber nur, wenn ihr weiter so kämpft, ob ihr dabei gewinnt, ist mir Sopa. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Das Wie gewinnt

Das Wie gewinnt

(Das kleine Besteck zum kleinen Spriter)Endlich mal wieder ein Abend in der Taverna; endlich mal wieder ein Heimsieg. Willi und Erik treffen sich in der Taverna Plaka in de Schanzenstraße auf eine gute Stunde Podcast mit dem kleine Besteck, zwei bis drei Ouzo und viel Hoffnung, dass sich das mit den Spielen gegen Leverkusen, Mönchengladbach und Bremen noch zurecht ruckelt.Denn: es kommt nicht auf das Was, das Wieviel oder womöglich die “Qualität” der Stürmer an - sondern auf das Wie.Gib Willi 1 Ouzo aus: https://ko-fi.com/summary/67bd0a3e-fafd-46e5-9937-086d2285d005 Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Klassenkampf mit dem letzten Aufgebot

Klassenkampf mit dem letzten Aufgebot

Angst und Schrecken (und verdammt viel Spaß) verbreitet der FCSP im Hamburger Nullgrad-Nieselregen: Wie das letzte Aufgebot des FC St. Pauli den VfB Stuttgart zerlegteVon unserem Korrespondenten im digitalen ExilEs war ein Tag für Grabenkämpfe. Draußen herrschten ein Grad, Nieselregen und jene spezifische Art von Hamburger Klammigkeit, die normalerweise Depressionen züchtet. Aber drinnen, im Kessel, oder besser gesagt: in den Köpfen derer, die noch übrig waren, passierte etwas Seltsames. Etwas, das man am Millerntor schon fast für einen Mythos hielt, begraben unter monatelangem Abstiegskampf-Gejammer. Es roch plötzlich nach Lust. Lust am Kampf, Lust an der Kraft.Ich war nicht dort. Ich konnte heute nicht. Vielleicht darf ich auch nie wieder hin, denn wenn ich nicht da bin, spielen sie plötzlich wie von der Tarantel gestochen. Ich saß vor dem Schirm, trötete auf Social Media und sah zu, wie sich das „letzte Aufgebot“ gegen den Champions-League-Adel aus Stuttgart erhob.Das Lazarett tanzt PogoMan muss sich die Szenerie mal vorstellen: Da kommt der VfB, bereit, sich an den Trögen der Champions League gütlich zu tun, und trifft auf einen Kader, der eher einer Krankenstation gleicht. Ein Lazarett, das die Hälfte des Gesamtwerts umfasst. Dapo ist weg, Rocky Jones kaputt, und kurz vor Anpfiff fällt auch noch Fujita aus, der einzige, der seit Monaten konstant liefert.Jeder vernünftige Mensch, jeder Buchhalter des Fußballs hätte auf ein massakerartiges 0:3 getippt. Aber stattdessen? Statt den Bus vor dem Tor zu parken und um Gnade zu winseln, entscheiden sich diese Wahnsinnigen für „Free your mind and the rest will follow“.Wieder da: Jackson Irvine. Der Mann spielt mit Schmerzen, als wäre Schmerz nur eine Illusion, reißt fast zwölf Kilometer ab und grätscht an der Seitenlinie in meine Erinnerung an Carsten Rothenbach. Und dann war da wieder Manolis Saliakas. Es gab Gerüchte, der Mann sei schon halb in Griechenland, aber an diesem Nachmittag hatte er einfach die Schnauze voll. Er fand diese Attitude wieder: „Ich bretter das Ding mal kurz unter die Latte“. Ein Tunnel-Zuspiel von Sinani, mit dem Überblick eines Feinsinnigen, und Saliakas wuchtet das Leder oben rechts rein. 1:0. Das Millerntor brüllte nach mehr, noch mehr Klassenkampf.Basketball im Strafraum und die Wiederentdeckung der OffensiveDer VfB Stuttgart wusste nicht, wie ihm geschah. Sie dachten, sie spielen gegen einen Abstiegskandidaten, aber sie spielten gegen ein Gefühl. Ein Gefühl von: „Mir doch egal.“Und dann wurde es grotesk. Ein Stuttgarter entschied sich mitten im Strafraum für eine kurze Basketball-Einlage. Dummdi-dummdi-dumm mit der Hand. Sinani, der Mann mit dem Radar-Auge, trat an. 2:0. Ein Satz, so trocken wie ein Bond-Martini.Es war nicht nur Glück. Es war pure Statistik für die Seele: 15 Torschüsse, neun davon direkt auf den Kasten, 6,2 Kilometer mehr gelaufen als der Gegner. Sie haben nicht verwaltet, sie haben gejagt. Vorchecking, hohes Pressen – Dinge, die man eigentlich nur aus Erzählungen kannte.Die Erlösung des Alexander BlessinUnd an der Seitenlinie? Alexander Blessin. Der Mann, den ich – ich gestehe es – oft genug zum Teufel gewünscht habe. Aber an diesem nasskalten Abend sah man etwas Neues. Nach dem Abpfiff eine Umarmungstraube zwischen ihm, Nemeth und dem weißhaarigen Bornemann. Der Druck fiel ab wie nasser Putz von der Wand. Heute hatte er aufgehört, nur die Null halten zu wollen. Heute ließ er sie spielen.Natürlich wurde es am Ende nochmal eng. Das obligatorische Gegentor in der 90. Minute, weil der FC St. Pauli ohne Herzrasen nicht funktionieren kann. Aber Lars Ritzka verteidigte nach vorne, kratzte den Ball fast von der Linie – ein ungültiges Traumtor nimmt auch Minuten von der Uhr; wen kümmert das schon? – körpereigener Rausch ist der schönste.Das Fazit: Wir ziehen sie alle mit runterAls der Schlusspfiff ertönte, war es keine Freude, es war Erlösung. Wir stehen zwar immer noch auf Platz 17, aber wir sind nur noch einen Punkt hinter Bremen. Und das ist die perverse Schönheit dieses Spieltags: Mit diesem Sieg ziehen wir Wolfsburg und Bremen wieder ganz tief mit rein in den Sumpf.Das war kein taktisches Meisterwerk am Reißbrett. Das war ein Sieg des Willens, der „Lust am vorne Verteidigen“. Ein Sieg für die, die schon abgeschrieben waren.Ich werde wohl doch wieder ins Stadion gehen, schiet doch auf Aberglauben. Wenn sie so weiterspielen – mit dieser „Mir doch egal und Spaß dabei“-Attitüde – dann tröte ich gerne weiter aus der Ferne.Prost. Auf den Klassenkampf. Auf zu weiterem Spaß mit Leverkusen. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

FC St. Pauli x RB Leipzig live on tape

FC St. Pauli x RB Leipzig live on tape

Haha, das genaue Gegenteil vom Derby. Der FC St. Pauli erkämpft sich einen späten Punkt gegen RB Leipzig im Nachholspiel am Millerntor: die letzten 15 Minuten gibts hier live on tape ... Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

El Ángstico

El Ángstico

HSV x FC St. Pauli (0:0) - Das Hamburger Derby wird von der Angst beider Mannschaften gefressen, der Rest vom Fest liegt irgendwo erfroren auf dem Rasen rum.Ich für meinen Teil versuche immer noch aufzutauen und irgendeinen Sinn in dem zu finden, was ich gestern erleiden musste.B. sagte heute beim Frühstück, kein Mensch könne bei diesen Temperaturen sportliche Höchstleistung erwarten. Vielleicht hat sie recht. Den knapp über 20% gewonnener Zweikämpfe der Boys in Brown in Halbzeit eins stehen ja auch keine fast 80% des hsv gegenüber. Irgendwo steckt der Rest in den gefühlten -11 Grad fest. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Matchday #FCSPhsv - Knackekalter Derbytag in Hamburg

Matchday #FCSPhsv - Knackekalter Derbytag in Hamburg

Es sind knackekalte Minus fünf Grad Celsius angesagt für heute Abend. Gefühlt zweistellig im Minus werden wir uns in der zugigen Ecke einfinden, um das erste Bundesligaderby am Millerntor zu erleben - vielleicht vorerst das letzte …Diese kleine Kurzgeschichte dient der Selbsttherapie und als Träger des kurzen Zwischenrufs als Podcast Bonus ;)0:37 Ein kleiner Zwischenruf3:04 Trainerentscheidungen und Spielerpsychologie4:29 Ausblick auf das Derby Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Though shalt no fear

Though shalt no fear

Habt ihr Angst vorm Abstieg aus der 1. Bundesliga? Ist vieles an dem Gemecker (auch in diesem Blog/Podcast) nicht einer gewissen Hasenfüßigkeit geschuldet? Und dem Wunsch bei den Großkopferten mitspielen zu dürfen?Was passiert, wenn man sich dieserAngst entledigte? Nicht bange zu sein, setzt Energien frei … die man für schöneres verwenden könnte. In Opposition zum Modernen Fußball. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Der doppelte Ricky

Der doppelte Ricky

Als ich ein wenig später die Max-Brauer-Allee hinunter schlendere, bleibt mein Blick an einer Fahrradampel hängen. Von oben nach unten erzählen die Sticker eine kurze Geschichte, eine des Spiels gg Dortmund vielleicht:Krise, St. Pauli, Ricky, Ricky.Zweimal Ricky. Das bedeutet ja zwei Tore für Ricky, freue ich mich. Ein Wink des Universums? Ich konnte da noch nicht ahnen, dass “2x Ricky” für zwei Tore DURCH Ricky steht.Im Aalhaus gibt es Pilsener Urquell vom Fass. Das ist nicht nur lecker, sondern auch echt ne Wohltat ggü der Astra—Carlsberg Plörre anderswo (ja, Millerntor: Du kannst einiges, aber Bier kannst du nicht!)Willi ist schon da und hat mir einen Hocker reserviert. Wir sitzen direkt an der hölzernen Bar. Der Blick auf den Fernseher ist gut. Das kleine Gezapfte steht vor mir — Anpfiff. Die Boys stoßen an; wir stoßen an. Auf uns, auf die Boys auf dem Rasen im fernen Dortmund und auf das, was ein wenig die klamme Hoffnung nährt: noch steht auswärts bei einem Championsleague-Aspiranten die Null.... Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Schneekoppel Millerntor

Schneekoppel Millerntor

FC St. Pauli: Die Episode zum Spiel, das nicht stattfand.Erik (euer Host) und Willi drehen am Spinnrad und spinnen Seemannsgarn: wie wäre wenn es keinen Schnee aufm Stadiondach gegeben hätte. (Vielen Dank an Hossa und den Übersteiger Blog für die Inspiration).Wenn wir schonmal dabei sind, spinnen wir uns die Spiele gegen Wolfsburg und Dortmund auch noch zusammen, widewidewitt.Ob dem hsv ein Eiszapfen in die Glieder fährt zum Derby, erfahrt ihr genauso, wie die Umstände die zum Comeback von Dapo Afolayan führen. Nur die 15 Mio. für Bornemann, dieses unanständige Angebot vom Volkspark, die stören den Januarfrieden. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe

Today we will celebrate our Digital Independence Day

Today we will celebrate our Digital Independence Day

Fediverse, am 4. Januar 2026Elon Musk dreht völlig durch, Mark Zuckerberg verkauft die Daten Deiner Mutter und Jeff Bezos dreht dir überteuerten Ramsch an - weil er weiss, dass du heiß drauf bist. Jaja, das weißt Du alles, aber …Es gibt ein großes Aber und das ist dummerweise unsere Bequemlichkeit. Es stört im Alltag wenig, wenn der Algorithmus als Türsteher fungiert oder Gmail Deine E-Mails liest; Du hast ja nix zu verbergen.Aber was ist, wenn sich der Wind dreht? Was ist, wenn das Auge des US-Faschismus dich trifft und dir Konten, E-Mails und der Zugang zu digitalen Welt gesperrt wird. Stimmen verschwinden in Filtern, das Recht, sich zu artikulieren von seelenlosen Bots langsam zerfasert. Es gibt Themen im Netz, da streitest du Abende lang, nur um zu lernen, dass du dich mit russischen Bots geprügelt hast - du wirst dabei müde - die nicht.Weißt Du, was das Problem am Internet ist?Es führen zu viele Links nach rechts.- Marc Uwe Klings KänguruZeit für mehr Autonomie - Zeit für den DI.dayLinks und eine Einladung:* Jeden 1. Sonntag im Monat rufen wir den Digital Independence Day aus. Anleitungen und Idee, wie das geht, findest du auf der Kampagnenwebsite.* Marc Uwe Kling und das Känguru sind auch dabei* Einladung: Du bist HHer, magst St. Pauli, wohnst vielleicht im Viertel? Dann komm zu stpauli.social. Du bist herzlich eingeladen.* Eine Handreichung hab ich in meinem Blog für Dich zusammengestellt - zusammen mit einem Starter Pack, damit Du gleich Gleichgesinnte treffen kannst. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe