Moin Moin, willkommen bei St. Pauli Pop, dem Podcast über St.
Pauli, Popkultur, den FC St. Pauli, die Popkultur um den FC St.
Pauli und ja, hatte ich schon Popkultur erwähnt?
Moin Moin, hier ist Erik, dein Host und du hörst den St. Pauli Pop Podcast mit
einem Solo-Bonus-Spezial über das Reeperbahn-Festival 2026.
Wie immer auf St. Pauli und wie immer auf der Reeperbahn und Konsorten.
Und ich bin für euch unterwegs und war vorher unterwegs auf den.
Einschlägigen Websites und habe mir die Reeperbahn Festival 26 App runtergeladen
und es ist wie immer, die App sieht jedes Jahr anders aus und man muss sich
so ein bisschen reinfuchsen, aber ich habe es dann geschafft und hier,
kommt wie jedes Jahr,
diesmal ohne Willi, aber Solo quasi mein kleiner persönlicher Guide für dein
Reeperbahnfestival 26, damit es auch ein richtig gutes Reeperbahnfestival wird.
Ich bin großer Fan des Reeperbahnfestivals.
Ich habe auch ein paar Kritikpunkte, aber klar, man kann so ein Riesenfestival
nicht organisieren, ohne dass es irgendeinen irgendwas stört.
Grundsätzlich funktioniert das Reeperbahn Festival folgendermaßen.
Es gibt, ich glaube, dutzende, hunderte, unglaublich viele Locations,
die rund um den Kiez, aber auch beispielsweise in der Elbphilharmonie,
am Reeperbahn Festival teilnehmen und die kannst du dir alle angucken.
Der App und das ist auch eine schöne Karte und wenn du dir zum Beispiel Konzerte
merkst und bist irgendwo, dann sagt er dir auch, wo du längs laufen musst.
Das ist vor allem für Leute, die nicht direkt aus Hamburg kommen oder aus St.
Pauli kommen, natürlich richtig gut gemacht.
Ich habe dir zehn mehr oder weniger ernst gemeinte Tipps rund um das Reeperbahnfestival
aufgeschrieben und wir fangen damit an, was für mich das Reeperbahnfestival ist.
Es ist für mich vier Tage lang St. Pauli, so wie es sein sollte,
so wie ich St. Pauli liebe und mag.
Es ist unglaublich viel Musik in der Luft.
Ich habe lange neben, für und auch in der Musikindustrie gearbeitet.
Es ist alles lange her, als ich noch ein cooler Hoshi war. Jetzt bin ich nur
noch Hausmusik, Popkultur und FC St. Pauli-Fan, der ab und an mal ein bisschen
podcastet. Aber früher habe ich das beruflich gemacht.
Und es ist irgendwie wie so ein kleines Klassentreffen.
Diese Industrie wird immer kleiner, sie verdient immer weniger Geld oder immer,
andere als die Künstler verdienen Geld, sozusagen steht von Spotify und ähm,
Trotzdem sind noch ein paar Leute übrig, die ich aus dieser Szene kenne.
Ganz liebe Grüße, Matthias, ich hoffe, wir treffen uns die Tage.
Es gibt nämlich neben dem Festival auch noch eine Konferenz für diejenigen,
die sich im weitesten Sinne mit Medien und Musik beschäftigen,
eigentlich ein Pflichtprogramm.
Darum soll es aber heute nicht gehen.
Beziehungsweise, wenn ihr euch ein Ticket gekauft habt für das Reeperbahn Festival,
dann gibt es sozusagen Überschneidungen.
Eine der Überschneidungen früher war zum Beispiel immer, dass ehemalige MTV-Moderatoren
beispielsweise Lesungen gemacht haben, Interviews gemacht haben.
Es gibt Lesungen, da komme ich nachher bei meinem Tipp Nummer 10 nochmal drauf.
Es gibt Lesungen, Live-Podcasts, also diese ganze Medien, Live-Medien-Format-Geschichte
hat sich auch ins Rieperbahn-Festival hereingearbeitet.
Aber Kern bleibt das Musik-Event quasi hunderte von Konzerten,
die meistens so um die 20 Minuten lang sind,
eins nach dem anderen Bim Bam Bumm.
Und deswegen mein Tipp Nummer 1, mach dir einen Plan.
Das Reeperbahn-Festival hat eine gute App, habe ich schon gesagt.
Und ich mache mir jedes Jahr so eine Kreuzpeilung. Ihr wisst ja,
oder Leute, die mich öfter hören, wissen, ich bin Segler.
Und das ist eine, neben dem Dreisatz eigentlich, die wichtigste nautische Fähigkeit,
die man braucht, um über die Weltmeere und durch das Leben zu segeln.
Und diese Kreuzpeilung besteht bei mir aus Genre. Genre, es gibt aber Genres,
die ich zumindest, wenn ich das Reeperbahn-Festival plane, nicht so richtig auf dem Zettel habe.
Da gehören dann so Hardcore-Elektronik dazu oder Trash-Metal und so weiter.
Gibt es alles, es gibt nämlich auf dem Reeperbahn-Festival wirklich alles.
Ich habe ganz viele Freunde und Kollegen, die auch zum Reeperbahn-Festival gehen
und jedes Mal sagen wir, Komm, wir treffen uns irgendwo,
aber wir treffen uns entweder komplett bei irgendjemandem, wo wir nicht vor
hatten hinzugehen, oder wir treffen uns meistens gar nicht.
Und nach dem Ripperbahn-Festival erschwärmen wir uns denn von den Acts vor, die wir gesehen haben.
Und wir haben fast immer nie und fast nie dieselben gesehen.
Und das macht dieses ganze Festival einfach aus.
Du bekommst, wenn du dir einen Plan machst, mach ihn dir nicht zu voll,
sondern sozusagen mach Ankerpunkte.
Und zwar die Ankerpunkte nach drei Kriterien.
Das erste Kriterium ist natürlich das Genre, das dir gefällt.
Ich stehe auf Soul, ich stehe auf Popmusik, ich stehe aber auch auf Folk.
Ich mag elektronische Musik, Britpop und so weiter und so weiter.
Das heißt, die kann ich erstmal alle auswählen und gucke mir dann die Künstler an.
Ich hatte es schon erwähnt, ich bin lange aus der Branche raus und kenne 98%
der KünstlerInnen, die beim Reeperbahn Festival auftreten, nicht vorher.
Ja, und das ist auch ganz schön, ich habe mir ein, sozusagen, für mich ist das.
Ein Qualitätskriterium, wenn das Board des Ripperbahn Festivals einen Künstler
oder eine Künstlerin eingeladen hat und die haben 500 oder 2000 Follower auf Spotify,
dann weiß ich, A, das wird wahrscheinlich nicht mega voll, die Schlange vorher.
Und ich weiß, diese Künstler werden absolut geflasht sein vom Reeperbahn-Festival,
und werden, wenn da 500 oder 1000 Leute vor ihnen stehen, einfach mit offenen
Herzen und offenen Mündern,
nach ihrem Gig auf der Bühne stehen.
Und das ist einfach das, was dieses Festival auch ausmacht.
Neue KünstlerInnen zu sehen, die man vielleicht auch nur dort sieht.
Also Genre, dann Lieblingslocation. Also, es gibt natürlich die Klassiker Molotow, Mojo etc.
Und die haben natürlich eine Musikfarbe. Im Mojo, Soul, Elektronik.
Seltener Heavy Metal zu sehen.
Dafür gibt es das Molotow, das ja umgezogen ist in die Ecke,
wo früher das Top Ten war.
Also genau um die Mitte der Reeperbahn etwas schade ist, dass es im Top Ten,
wenn ich das richtig erinnere oder im,
Molotow, im neuen Molotow, keinen Garten gibt der Garten im Molotow war quasi,
sozusagen täglicher Ausklang, wenn man ein bisschen müde und vielleicht auch
von zwei, drei Bier schon ganz leicht angeschickert,
dann sich nochmal schottische Punkbands um die Ohren anzuhauen lassen bevor
man nach Hause ins Bett gefahren ist also das sind so sachen,
die ich vermisse die die aber wie gesagt jedes jahr neu monotov neu werde ich
mir auf jeden fall anhören also such dir die,
locations raus die du magst und dann vielleicht auch noch ein oder zwei die du.
Noch kennenlernen wolltest oder wo du schon immer mal hingehen wolltest und.
Dann gibt es noch eine Geschichte, die ich jedes Jahr mache,
eher aus Versehen entdeckt habe.
Und das ist die dritte Kreuzpeilung und die ist das Land.
Viele Länder haben Showcases über die gesamte Woche des Ripperbahn-Festivals.
Das startet ja am Mittwoch, Donnerstag, Freitag, am Samstag ist der letzte Tag.
Also vier Tage pures Festival auf St. Pauli.
Und dort gibt es Länder, die haben dann einzelne Locations gemietet,
wie beispielsweise Kanada historischerweise immer im Uwe am Spielbutenplatz ist.
Und ich nehme mir dann immer mal ein paar Länder, Kanada ist bei mir persönlich
gesetzt, weil es einfach eine große Musikpalette hat, eine sehr lebendige Musikcommunity,
und weil die Leute oft genau das zeigen,
was ich eben beschrieben habe.
Die kommen aus Kanada, sind noch ein bisschen gejetlagged und stehen dann da
plötzlich vor einem vollen Haus und sind Newcomer aus Kanada.
Und jedes Jahr rede ich.
Mit der Frau, die das Ganze zusammenstellt und promotet.
Und sie sagt, es ist einfach so schade, dass die KünstlerInnen,
ganz oft Native Canadians, die auch über Probleme in Kanada singen,
also Protest-Songs performen.
Ich habe vor, das ist lange her, vor einigen Jahren habe ich eine Künstlerin
kennengelernt im Uwe, die hieß Iskewe und hat über die,
toten Indianerkinder geschrieben, die unter,
den Treppen von Umerziehungs-Highschools oder Schulen in Kanada gefunden worden sind.
Und ich habe gedacht, das gibt es doch gar nicht. Das gibt es doch gar nicht.
Das müsst ihr doch irgendwo gelesen haben.
Und ein halbes Jahr später kam das ganze Thema über Kanada und über die Medien
auch sozusagen zu mir nach Hause ins Wohnzimmer als Nachricht.
Und dann konnte ich das schon mit der persönlichen Geschichte von Iskwe und ihren,
Vorfahren und Stammesmitgliedern zusammenbringen und das war eine unfassbare
Erfahrung und sowas findet man eben sehr oft in.
Länder-Promotions, also Kanada, wie gesagt, Uwe ist bei mir gesetzt.
Damals war meine Tochter in Kanada zum Austausch und dann habe ich mich mit
der Künstlerin später noch darüber unterhalten.
Dann haben wir noch ein kleines Video gemacht und ihr nach Kanada geschickt.
Das war irgendwie super nett, super sympathisch, weil die Leute sind nicht nur
nahbar, sondern sie sind dir auch dankbar, Dass du da hingekommen bist und sie dir angehört hast.
Also da entsteht gerade in kleineren Clubs sofort eine Connection.
Das wäre mein Tipp Nummer eins. Mach dir einen Plan, such dir ein Genre raus,
such dir Lieblingslocations raus, such dir ein paar Locations raus, wo du noch nicht warst.
Kleiner Tipp, vergiss das mit der Elbphilharmonie.
Da sind die Karten sowieso extrem schnell weg.
Und vergiss auch die großen Acts und die großen Locations. Erzähl ich dir gleich auch noch, warum.
Der zweite Tipp, Tipp Nummer zwei, wirf deinen Plan über Bord.
Denn nichts altert so schnell wie einen Plan auf dem Ripperband-Festival.
Denn der Witz des Ripperband-Festivals ist eigentlich Spontanität.
Du wirst, gerade wenn du das erste Mal dahin gehst und dich akribisch vorbereitest
und sagst, den Eck will ich singen und den und den und dann merkst du,
dass dein Musikgeschmack wahrscheinlich gar nicht so speziell ist,
wie du dir das so vorgestellt hast.
Oder es gibt gerade an den heftigen Tagen Freitag und Samstag,
gibt es ganz viele Schlangen vor der Tür. Davor bewahrt einen auch nicht immer,
das Delegierten-Badge.
Auch da gibt es Sachen, wo die Leute sagen, ja sorry, hier will quasi das halbe
Rippermann-Festival zu diesem Act.
Du musst dich hinten anstellen und dann stehst du da und zählst die Minuten
runter und kannst dir ungefähr vorstellen, dass du es nicht mehr schaffen wirst.
Also stehst du denn da und dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du bist
enttäuscht, weil dein Plan, den du dir so schön gemacht hast,
nicht in Erfüllung gegangen ist.
Oder du sagst, hey, Pläne sind dafür da, über Bord geworfen zu werden und ich
bin hier und diese Spontalität,
dieses Einlassen auf das Reeperbahnfestival, Dieses, ich lasse mich treiben,
das ist eigentlich der ganze Witz.
Das Problem mit dem Plan ist, achso, ich wollte euch meinen Plan noch verraten,
und ein Problem mit dem Plan ist, dass ganz viele tolle Sachen,
die man sich vorher ausdenkt, fast gleichzeitig oder zeitgleich sind,
aber an verschiedenen Locationen.
So habe ich zum Beispiel am Mittwoch.
Gleich drei Empfehlungen für dich. Die erste ist in der St.
Pauli-Kirche und heißt Clara Mann und macht Folk und ist eine Singer-Songwriterin.
Und ich stehe auf Singer-Songwriting extrem.
Mittwoch, 16. September, 18.45 Uhr bis 19.45 Uhr in der St. Pauli-Kirche.
Eine ganze Stunde, ganz schön cool.
Und zeitgleich ist eine Band aus Australien, die mich so ein ganz kleines bisschen
an die Scissor Sisters erinnert.
Und die heißen Play Lunch, werden präsentiert von Sounds Australia.
Also auch eines der Länder, wo man sagen kann, ja geil, Sounds Australia,
lass doch da auch mal hingehen.
Die spielen am mittwoch 16 september im stage 15 19 uhr 30 bis 20 uhr 40 und,
dann gibt es noch in der noch wache der sukis.
20 Uhr bis 20.30 Uhr, präsentiert von Sofa, Hamburg und Motion Talent,
eine typisch britische Punk-Pop-Band.
Tja, und da haben die jetzt alle drei Genres, die ich mag, irgendwie zusammen
und irgendwie muss man sich entscheiden.
Und da gibt es sozusagen den nächsten Tipp, also den 2A-Tipp.
Viele dieser Bands spielen zweimal. Also zum Beispiel Playlunch spielt nochmal,
The Sukis spielen auch nochmal, lustigerweise am selben Abend,
um 21 Uhr bis 21.20 Uhr im Quer und vielleicht schaffe ich das ja,
gerade wenn ihr mehrere Tage habt und ihr fangt irgendwo an,
ist das okay, dafür einen Plan zu machen und dann den Plan über Bord zu schmeißen.
Für donnerstag den 17 wo ich jetzt beim plan wäre bin ich bei cocoon gelandet elektronik und dj ist im,
25 club 17 uhr bis 17.30 also am wochen am nachmittag überhaupt ist der späte
nachmittag für mich eigentlich,
gleich direkt nach der arbeit aufs rieperbahn festival fahren Und vielleicht
die Arbeit, die man auch nächste Woche erledigen kann, vielleicht auf diese schieben.
Und dann Cocoon im 25 Club.
Dann habe ich schon erwähnt.
Kanada am Donnerstag 17.30 bis 18.00 Uhr im Uwe spielt Giuliana Riolino.
Also keine Angst, du musst jetzt nicht mitschreiben. Ich schreibe dir die alle
nochmal in den Shownotes, und den Blogpost dazu zusammen. Und.
Die Dame spielt Country Music. Also ich bin mal sehr gespannt, wie das wird.
Und dann ist ein Club, den ich auch liebe, weil er eben auch noch einen Garten hat.
Und das ist Donnerstag, 17. September, 19. bis 19.40 Uhr, Danica,
Pop und R&B & Soul im Indra, 19. bis 19.40 Uhr.
Eine Künstlerin aus Genf, die auch die Lauren Hill aus der Schweiz genannt wird
und im Indra gilt ähnlich wie für das Uwe mit Kanada,
da kannst du dir eigentlich hinsetzen an die Bar und sitzen bleiben.
Dann gehst du ab und an mal in den Garten und schaust dir an,
ob es da irgendwelche kleinen, nicht erlaubten Zusammenkünfte von irgendwelchen
kleinen Labels gibt, die gibt es nämlich auch öfter da und,
bleibst einfach eine Zeit lang irgendwo backen,
wenn es dir gefällt, wenn dir die Musikfarbe gefällt.
Am Freitag den 18. spielt zum Beispiel Play Lunch noch einmal um 17.30 bis 18 Uhr im Molotow.
Das wäre zum Beispiel für mich eine Ausweichmöglichkeit, wenn ich entweder so
begeistert war, dass ich die normal sehen will, oder wenn ich mir spontan entscheide,
eine andere Künstlerin mir anzugucken.
Also das ist mein Plan, mein Tipp.
Und Tipp Nummer zwei, schmeiß den Plan gleich wieder über Bord.
Tipp Nummer drei, meandere, wandere, lust wandle.
Die Reeperbahn ist eine Flaniermeile gewesen früher.
Es ist sozusagen ein bisschen, ja, es bringt jetzt nicht mehr so richtig viel
Spaß am Wochenende, weil ganz viele Vorort-Honkis und,
Junggesellinnen Abschiede da
irgendwie durchwandern und ihren eigenen Spaß einfach über deinen stellen.
Und ich hatte schon gesagt, das Reeperbahnfestival macht St.
Pauli so, wie es sein soll.
Es ist jetzt nicht so, dass die anderen verschwinden, aber sie werden einfach
so ein bisschen übertönt von den coolen Leuten, die coole Musik machen und die
coole Musik sich anhören wollen.
Das,
wäre mein Tipp. Also, wie gesagt, es gibt immer Ambivalenzen.
Also wenn dir ein Club gefällt, bleib da erstmal, aber bleib da nicht den ganzen
Tag backen, sondern wandere so durch die Gegend. Ich kann mich erinnern,
ich hatte das einmal, dass ich,
ins Docks wollte, ein paar Jahre her, und da war eine Riesenschlange, das war der sogenannte.
Surprise Act, der natürlich überhaupt nie ein Surprise ist, weil natürlich wollen,
die Veranstalter auch, dass du da hingehst, aber die werden dann sozusagen am
selben Tag nochmal bekannt gegeben, offiziell,
und vorher geistern schon Gerüchte rum, wer denn der Surprise Act sein soll.
Und im Docks war ich, weiß nicht mehr genau, wer es war, auf jeden Fall war es voll.
Und zwar über den gesamten Spielbogenplatz, die Schlange. Und dann habe ich
gesagt, okay, da kommst du einfach rechtzeitig nicht mehr rein.
Dann haben sie die Türen zugemacht.
Dann habe ich gesagt, gut, dann gehe ich eben eine Tür weiter.
Und diese Tür weiter war ein Café.
Und in diesem Café spielte ein englischer älterer Reggae-Musiker mit einem nicht
mal 20-jährigen, blonden, ganz weißen,
ganz bleichgesichtigen Dude zusammen und die waren einfach, das war nicht akkreditiert,
das stand auch in keinem Programm, sondern die,
waren da auf ihrer zwei Quadratmeter großen Bühne und hatten viel Spaß mit uns, die wir da sozusagen,
mit unseren Kapazer gegangenen Plänen für den Top-Act aber so rein beandert sind.
Und das ist das, was das Festival ausmacht, sage ich nochmal einfach.
Vierter Tipp, hatte ich schon erwähnt, such dir ein Land, das dich interessiert.
Kanada ist traditionell im Uwe, Japan ist dieses Jahr so ein bisschen verteilt.
Dann gibt es, wie gesagt, Australien.
Es gibt Vor- und Nachteile, wenn man so nach Ländern Ausschau hält,
dann ist natürlich Japan und Kanada, wenn dir da ein Eck gefällt.
Wo du sagst, boah, 20 Minuten reichen mir aber jetzt nicht, die hätte ich gerne
nochmal in einem ganzen Konzert gesehen,
dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass solche kleinen Künstler aus Kanada oder
aus Japan oder auch aus Australien nochmal nach Hamburg kommen oder nach Deutschland
kommen, nach Berlin oder vielleicht,
nach Köln oder so oder auf irgendeinem Festival, ist relativ gering.
Und das ist immer so ein bisschen schade, wenn du einen richtig tollen Act findest
und du sozusagen folgst ihm und dann,
trägst du ihn ein bei Songkick und sagst, bitte benachrichtige mich,
wenn der Künstler oder die Künstlerin oder die Band wieder in Europa spielen,
und sie spielt aber nicht in Europa, weil sie zu klein,
bleiben, um irgendwie auf Welttonäen zu gehen.
Das ist ein bisschen schade. Dann, wenn dir sowas zum Beispiel wichtig ist oder
man kann es auch gut kombinieren, dann mein Tipp, alle skandinavischen Länder
kann man einfach so buchen.
Dann osteuropäische Länder, wie beispielsweise alles, was an der Ostsee liegt.
Finnland, Estland, Lettland, Litauen. Ganz, ganz tolle KünstlerInnen,
die da herkommen. Immer auch ein bisschen schräg.
Sehr herrlich. Und ja.
Alles, was mit UK zu tun hat, Italien, Spanien, Portugal sowieso,
schau dir in der App mal an, gib Portugal ein und schau, welche KünstlerInnen aus Portugal kommen.
So kann man sich eigentlich ganz gut da annähern und der ganz große Vorteil
von KünstlerInnen beispielsweise aus Dänemark ist, dass du, wenn du in Hamburg wohnst,
die auch nochmal das zweite Mal besuchen kannst also ich habe einmal auf dem
Reeperbahn Festival Iris Gold gehört kurz bevor sie zum ja eigentlich Weltstar geworden ist,
und Iris Gold tourt eigentlich jedes Jahr, wenn sie nicht gerade schwanger ist,
tourt sie jedes Jahr durch Dänemark und Skandinavien.
Und dann kann man sie in Aarhus oder in Hadersleve oder in Koldingen oder in
Kopenhagen oder auf Festivals sehen.
Und das ist toll, wenn man sozusagen schon eine, sozusagen den Künstler schon
mal gesehen hat in so einem kleinen Club.
Da sagt man, naja, da wo die auftauchen, das Festival wird Ja,
wohl ganz cool sein, dann gucke ich mir das mal an.
Also man kann diese Connection, die man mit dem Künstler auf dem Reeperbahn
Festival einnimmt, kann man durchaus.
Weiterspinden. Sodass natürlich besser, je näher dieses Land liegt.
Fünfter Tipp. Der beste Tag. Der Freitag und der Samstag haben viele Top-Acts,
sind aber auch naturgemäß relativ voll.
Für mich hat sich in den letzten Jahren herausgebildet, dass es für mich zwei
Tage meine Lieblingstage sind.
Und das ist der Starttag, der Mittwoch.
Der ist allerdings, auch weil er nur ein halber Tag ist, ein bisschen mellow.
Also es geht alles ein bisschen erst los.
Eigentlich ist in der Rückschau der letzten Jahre der stärkste Tag der Donnerstag.
Also wenn du keine Zeit hast oder kein Geld, dir ein komplettes Festival-Ticket
zu kaufen, dann kauf dir den Donnerstag.
Das wäre mein Tipp. Für mich hat es immer am besten funktioniert.
Sechster Tipp, hatten wir auch schon ein oder zweimal, aber jetzt als direkter
Tipp, wenn dir zum Beispiel ein Act gefällt oder du einen Act verpasst,
dann kann es gut sein, dass sie oder er nochmal spielen.
Ich hatte das mit einer Hip-Hop-Künstlerin aus Japan, die ich ganz toll fand,
die wirklich Power hatte,
und die spielte dann nochmal im Free-Bereich bei der Hamburger Morgenpost,
in der, ich weiß gar nicht, ob die dieses Jahr auch wieder einen,
kleinen Soundspot haben auf dem Festival Village Gelände, auf das jeder gehen darf, das.
Das macht Spaß. Also achtet drauf, wenn euch die Leute gefallen.
Die spielen vielleicht öfter als einmal. Tipp Nummer 7, alles auch in free.
Festival Plaza, Enjoy Bus, FC St.
Pauli, Fanshop auf der Reeperbahn, all diese Venues oder Locations sind ohne
Eintritt, ohne Badge, ohne Bändchen,
ohne der viel Geld ausgegeben zu haben oder der Delegierte zu sein.
Zu erleben und sie lohnen sich.
Selbst mit einer sozusagen delegierten Karte gehe ich da regelmäßig vorbei, gucke da rein,
weil dort wirklich tolle Künstler, KünstlerInnen auftreten und weil da nochmal
eine ganz besondere Stimmung ist, die in dieser,
ich sag mal, professionellen Umgebung nicht da ist.
Also auch das eine Perspektive auf dieses Festival, die ich dir ans Herz legen
möchte, selbst wenn du ein Ticket gekauft hast, es,
kann immer mal wieder sein, dass man.
Ja auch mal ein bisschen Ruhe braucht. Also dieses Festival Village ist recht
weitläufig, ganz entspannt.
Man kann sich da hinsetzen, kann den anderen Leuten beim hektischen Drumrennen
zugucken und kann sich auch mal erstmal kurz entspannen.
Genau.
Achter Tipp, da bin ich erst vor kurzem drüber gestolpert, obwohl es das schon im vierten Jahr gibt.
Es gibt sozusagen ein Independent Side Event, vielleicht auch ein bisschen Protestprogramm
gegen das offizielle Reeperbahn Festival und das heißt Musiktreffen Hamburg,
und da sind so kuriose und namenhafte Labels und Künstler unterwegs wie Tapete
Records, die ich von dieser Stelle herzlich grüße.
Eines meiner Lieblingslabels in Hamburg, genauso wie die Hanseplatte oder auch,
Van Cleef, bei denen, wenn ich nicht falsch informiert bin, sogar beispielsweise
T.S. Uhlmann gelabelt ist.
Diese und viele mehr und Locations, die eben nicht sich dem doch sagen wir mal strikten.
Plänen und Vorgaben des Rieperbandfestivals unterwerfen wollen,
die auch einfach vielleicht nicht die Kohle haben, sich da einzukaufen,
um da mitzumachen, weil das ist natürlich am Ende immer auch noch eine kommerzielle
Veranstaltung, die zwar soweit ich weiß, von der Stadt Hamburg gesponsert wird,
mit oder unterstützt wird,
aber das Reeperbahn Festival verdient Geld und ist groß geworden und wie alles,
was Geld verdient und groß wird,
bietet es eine Nische für Independent-Veranstaltungen und auch dort kann ich
dich hinführen, musiktreffen Hamburg unter derselben Domain,
musiktreffenhamburg.de, das wäre mein Tipp Nummer 8.
Tipp Nummer 9 Folge den Künstlern gerade den Kleinen es ist unglaublich wie.
Nah man diesen Menschen kommt, wie begeistert sie sind, nachhaltig begeistert ähm,
Es gibt sogar den ein oder anderen, wenn man so ein bisschen kontaktfreulich
ist, wie ist ich, der sich dann auch noch an einen erinnert,
wenn sie dann ein paar Jahre später wiederkommen.
Ich kann mich erinnern an einen Pärchen, da kommen wir dann gleich nochmal zu Tipp Nummer 10.
Ich kann mich erinnern an einen Pärchen, Ferris und Silvester hießen die beiden.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr genau, wer Ferris war und wer Silvester. Es war auf jeden Fall.
Eine Frau und ein Mann. ich meine sogar, die waren verheiratet,
ich weiß noch nicht mehr ganz genau, die auch so Folkpop gesungen haben,
und zwar im Tipp Nummer 10, Imperialtheater.
Wenn du mal von dem Rumlaufen und von dem Stehen ein bisschen mal genug hast,
und das wird kommen, spätestens am zweiten Tag,
allerspätestens am dritten, dann such dir was raus im Imperialtheater,
da kannst du nämlich A, ganz sicher sein, wenn das ein besonderer Act ist, den du da hören wirst.
Und du kannst jetzt, du kannst dich mal eine halbe Stunde oder vielleicht eine
Stunde ausruhen, kannst dir was richtig Gutes antun.
Und das ist sozusagen mein Pro-Tipp Nummer 10.
Und jetzt nochmal ganz kurz zurück zu Nummer 9. Ferris und Silvester haben dort
vor ein paar Jahren gespielt.
Und sie hatte, nachdem sie zum Essen eingeladen worden waren.
Die ganze Nacht im UKE verbracht, weil sie eine Lebensmittelvergiftung hatte.
Und ist gerade so quasi auf die Beine gekommen, um diese 20 Minuten,
diese halbe Stunde im Imperialtheater zu spielen.
Hatte diese Geschichte vorher erzählt und das hat natürlich extrem gebondet.
Und ich habe immer gedacht, hoffentlich kommen die nochmal wieder nach Hamburg.
Und sie kommen nach Hamburg und zwar im November, schreibe ich euch auch nochmal rein, wann genau.
Absolute Empfehlung, jetzt hat nichts mit dem Reeperbahn Festival zu tun mehr,
sondern es ist einer dieser Künstler, die kommen aus UK und haben eben Jahre
gebraucht, um mal wieder in Hamburg zu kommen.
Und das ist aber so toll. Man kann jetzt mit dieser Geschichte,
die man mit diesen Künstlern verbindet, nochmal wieder ein richtig ganzes Konzert von denen anhören.
Und das wären die Top 10 Tipps für ein gelungenes Reeperbahn Festival 2026.
Du hast jetzt eine halbe Stunde zugehört. Ich muss ehrlich gestehen,
ich war ein bisschen aufgeregt, als ich diesen Podcast hier aufgenommen habe
und werde dann auf dem Weg gleich nach Hause.
Mich vorbereiten für morgen.
Ich werde mir mal ein Badge abholen und vielleicht sieht man sich ja auf dem
Reeperbahn Festival 2026.
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indem du dir alles, was ich hier erzählt habe, nochmal in Ruhe durchlesen kannst.
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